07 June 2026, 18:12

Bürgerinitiative kämpft um Rettung des traditionellen Dürpelfests in Ohligs

Bürgereinigung in Ohligs? - BfS sichert Unterstützung

Bürgerinitiative kämpft um Rettung des traditionellen Dürpelfests in Ohligs

Bürgerinitiative in Ohligs formiert sich, um das Dürpelfest zu retten

In Ohligs entsteht eine Bürgerinitiative, die das traditionelle Dürpelfest vor dem Aus bewahren will. Anwohner, unterstützt von der Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS), setzen sich dafür ein, dass die Veranstaltung weiter stattfinden kann. Der Anstoß für ihr Engagement sind Pläne für einen Kreisverkehr auf der Lennestraße, die den angestammten Festplatz bedrohen.

Ziel der Initiative ist es, ein vollständiges Verschwinden des Festes zu verhindern. Gemeinsam mit der Ohligser Marketing- und Interessengemeinschaft sucht die BfS nach einem Kompromiss, der einen multifunktionalen Platz mit der Durchführung des Dürpelfests vereinbar machen soll. Martin Bender, Vorsitzender der BfS, steht hinter der Kampagne und bezeichnet sie als wichtiges Instrument der direkten Demokratie.

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Bender warnte, dass mit einem Wegfall des Festes auf der Lennestraße eine zentrale Attraktion für junge Menschen verloren ginge. Gleichzeitig kritisierte er die Ohligser Jongens, die Gespräche nur unter der Bedingung führen wollen, dass die Petition zurückgezogen wird. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister der CDU, Marc Westkämper, der ursprünglich den Kreisverkehr befürwortete, gibt sich inzwischen als Vermittler – eine Rolle, die Bender angesichts der anhaltenden Unterstützung des Projekts durch seine Partei infrage stellt.

Die Initiatoren werfen der Politik Versagen vor und argumentieren, dass etablierte Parteien die öffentliche Meinung ignoriert hätten. Die BfS betont hingegen, sie arbeite unabhängig von Wahlperioden im Interesse der Solinger Bürger.

Die Zukunft des Dürpelfests hängt nun von Verhandlungen zwischen der Initiative, lokalen Gruppen und politischen Verantwortlichen ab. Scheitern die Gespräche, droht dem Fest der Verlust seines langjährigen Standortes. Die Entscheidung wird zeigen, ob es Ohligs gelingt, städtische Planung mit dem Erhalt einer geliebten Tradition in Einklang zu bringen.

Quelle