21 March 2026, 16:19

Bundeskartellamt blockiert Adobes Semrush-Übernahme nicht – doch der Deal platzt trotzdem

Eine Karte der Vereinigten Staaten, auf der Unternehmenslogos und Texte die Standorte des Software-├Âkosystems angeben.

Bundeskartellamt blockiert Adobes Semrush-Übernahme nicht – doch der Deal platzt trotzdem

Bundeskartellamt gibt Adobes geplante Übernahme von Semrush nach Prüfung frei

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Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des Digitalmarketing-Unternehmens Semrush durch Adobe nach einer eingehenden Prüfung genehmigt. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, ob der Deal den Wettbewerb im Bereich Digitalmarketing und Content-Management einschränken würde. Die Behörde kam jedoch zu dem Schluss, dass keine Gefahr einer marktbeherrschenden Stellung oder unfairem Produktbündelung bestehe.

Die für über 400 Millionen Euro bewertete Übernahme wird dennoch nicht vollzogen, da Semrush vorerst bis März 2026 unabhängig bleibt.

Das Bundeskartellamt hatte eine umfassende Prüfung des möglichen Zusammenschlusses eingeleitet und dabei sowohl Kunden als auch Wettbewerber um Stellungnahmen gebeten. Befürchtungen gab es insbesondere, ob Adobes Kontrolle über Semrush die Auswahlmöglichkeiten bei Suchmaschinenoptimierung für Antwortsysteme (Answer Engine Optimization) und Content-Management-Systemen einschränken könnte.

Adobe, vor allem bekannt für Kreativsoftware wie Photoshop und Acrobat, ist mit seiner Experience-Manager-Plattform auch im Digitalmarketing aktiv. Semrush, ein führender Anbieter von Tools für Online-Sichtbarkeit, hat sich kürzlich auf die Optimierung von KI-Chats wie ChatGPT und Gemini spezialisiert.

Nach Auswertung der Beweise kamen die Wettbewerbshüter zu dem Ergebnis, dass der Wettbewerb weiterhin intakt bleibe. Es gebe ausreichend Alternativen auf dem Markt, und es lägen keine Beweise dafür vor, dass Adobe Kunden zu gebündelten Angeboten zwingen würde. Adobes Marktanteil im Content-Management und Digitalmarketing liegt stabil bei 15–20 % – hinter Konkurrenten wie Salesforce, HubSpot und Microsoft.

Die Entscheidung ermöglicht es dem Markt, ohne Störungen weiterzuwachsen, während Semrush eigenständig bleibt. Adobes Position im Digitalmarketing und Content-Management zeigt keine nennenswerten Veränderungen durch den gescheiterten Deal. Wettbewerber und Kunden haben weiterhin Zugang zu einer Vielzahl von Tools und Dienstleistungen.

Quelle