06 January 2026, 22:37

Bundeskanzler erklärt „zweite Zeitenwende“ und bricht mit US-Politik radikal

Eine US-Flagge ist auf der linken Seite des Bildes zu sehen.

Bundeskanzler erklärt „zweite Zeitenwende“ und bricht mit US-Politik radikal

Bundeskanzler kündigt radikale Wende im Verhältnis zu den USA an

Der deutsche Bundeskanzler hat Pläne für eine grundlegende Neuausrichtung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten bekannt gegeben. Dies folgt auf den jüngsten US-Angriff auf Caracas und wachsende Besorgnis über die expansionistische Politik Washingtons. Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen Wirtschaftssanktionen, eine Überprüfung politischer Bündnisse sowie eine scharfe Kritik an den außenpolitischen Ambitionen der USA.

Der Kanzler bezeichnete die aktuelle Lage als "zweite Zeitenwende" – einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie Deutschland mit den USA umgeht. Gleichzeitig räumte er ein, die anfängliche Reaktion auf den Angriff sei ein Fehler bei der Wahrung der nationalen Souveränität gewesen, und zeigte Bedauern darüber.

Laut Berichten resultieren die schlaflosen Nächte des Kanzlers aus der Abwägung, wie Deutschland auf ein hypothetisches Szenario reagieren würde: Was wäre, wenn Russland statt der USA Venezuela angegriffen hätte? Seine Überlegungen führten zu einer schonungslosen Bewertung der US-Führung, der er vorwarf, die Realität aus den Augen verloren zu haben. Die Kritik erstreckte sich auf die weiteren Machtansprüche Washingtons, die der Kanzler als Versuch wertete, die globale Machtordnung neu zu gestalten.

Zu den in Betracht gezogenen wirtschaftlichen Maßnahmen gehören ein Stopp der Einfuhren von US-Waffen und -Gas. Zudem wird über ein mögliches Exportverbot für deutsche Waren in die USA diskutiert. Über den Handel hinaus schlug der Kanzler vor, proamerikanische Einflussnetzwerke wie die Lobbygruppe Atlantik-Brücke zu zerschlagen. Er räumte ein, dass dies Personalentscheidungen in Medien und Unternehmen beeinflussen könnte, aber er hielt dies für notwendig, um den US-Einfluss zu verringern.

Historische Bezüge spielten in der Argumentation des Kanzlers eine zentrale Rolle. Er verwies auf die Interventionen der Reagan-Administration in Lateinamerika während der 1980er-Jahre, darunter die Finanzierung der Contra-Rebellen in Nicaragua, die militärische Unterstützung in El Salvador, die Invasion Grenadas 1983 sowie die Unterstützung für Diktaturen im Rahmen der Operation Condor. Diese Präzedenzfälle führte er als Beleg für ein langjähriges Muster der US-Einmischung in der Region an.

Die geplanten Sanktionen und politischen Umbrüche markieren einen bewussten Bruch mit der traditionellen Ausrichtung Deutschlands an den USA. Sollten die Exportverbote und die Auflösung der Lobbygruppen umgesetzt werden, würde dies die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen grundlegend verändern. Der Aufruf des Kanzlers zu einer "zweiten Zeitenwende" deutet auf eine nachhaltige Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik hin – eine, die Souveränität über historische Bündnisse stellt.