27 June 2026, 14:10

Bonn: Polizei entdeckt massenhaft Autos mit falscher Winterbereifung

Mehrere Unfälle aufgrund winterlicher Wetterbedingungen - Überprüfungen der Winterreifenanforderungen

Bonn: Polizei entdeckt massenhaft Autos mit falscher Winterbereifung

Polizei in Bonn kontrolliert Autos – zahlreiche Verstöße gegen Reifenregeln

Bei jüngsten Verkehrskontrollen in Bonn hat die Polizei mehrere Autofahrer mit ungeeigneter Bereifung erwischt. Die Aktion machte auf die Problematik aufmerksam, dass viele Fahrzeuge nicht für die bevorstehenden Winterbedingungen gerüstet sind. Insgesamt überprüften die Beamten 140 Fahrzeuge im Rahmen der Kampagne.

Elf Autos waren ohne die vorgeschriebene Winterbereifung unterwegs. Nach deutschem Recht müssen Fahrzeuge bei Eis, Schnee, Schneematsch, Reif oder Glatteis – unabhängig von der Jahreszeit – mit geeigneten Reifen ausgestattet sein. Nur Pneus mit dem Alpine-Symbol (Schneeflockensymbol mit Berg) erfüllen die Winterstandards.

Eine Übergangsregelung erlaubt noch bis zum 30. September 2024 die Nutzung von Ganzjahres- oder Allwetterreifen. Danach gelten diese nicht mehr als wintertauglich. Die Polizei wies zudem darauf hin, dass Sommerreifen bei Temperaturen unter 7°C deutlich an Wirkung verlieren und der Bremsweg sich spürbar verlängert.

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Die L331 bei Königswinter-Ittenbach musste wegen Glatteis kurzzeitig gesperrt werden – ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit von Winterreifen. Tests zeigen, dass ein Auto mit Winterbereifung bei einer Notbremsung aus 50 km/h bereits nach etwa zehn Metern weniger zum Stehen kommt als mit Sommerreifen.

Wer ohne passende Bereifung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Kommt es wegen ungeeigneter Reifen zu einem Unfall, steigt das Bußgeld auf 120 Euro, zudem gibt es einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Die Polizei rät dringend zu Winterreifen, um die Sicherheit in den kalten Monaten zu gewährleisten.

Quelle