31 May 2026, 12:13

Bochum und Witten erkunden tiefen Untergrund für geothermische Wärmewende

Tiefe Geothermie: Eine Karte des Bochumer Untergrunds

Bochum und Witten erkunden tiefen Untergrund für geothermische Wärmewende

Neues Projekt erforscht tiefen Untergrund von Bochum und Witten auf geothermisches Potenzial

Die Initiative „VESTA CONTRAST“ soll in Bochum und Witten ein fünf Kilometer langes Gebiet bis zu 2.000 Meter unter die Erdoberfläche erkunden, um Möglichkeiten der Geothermie zu erschließen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte Vorhaben zielt darauf ab, nachhaltige Wärmeversorgungslösungen für das Ruhrgebiet zu entwickeln.

Der Untergrund der Region birgt großes Potenzial für Erdwärme: Pro 100 Meter Tiefe steigt die Temperatur um etwa 3 °C. Während oberflächennahen Systeme bereits zur Beheizung von Wohngebäuden genutzt werden, müssen tiefere Strukturen untersucht werden, um die Technologie im großen Maßstab einsetzen zu können.

Im Rahmen von „VESTA CONTRAST“ werden in Süd-Bochum detaillierte geologische Daten erhoben. Eine einwöchige Messkampagne, die spätestens im Februar 2025 stattfinden soll, sieht den Einsatz von bis zu 600 Geofonen entlang einer fünf Kilometer langen Strecke vor. Die Stationen werden im Abstand von zehn Metern aufgestellt, um präzise Messwerte zu erfassen.

Das Projekt knüpft an die übergeordnete Initiative „VESTA – Very-High-Temperature Heat Aquifer Storage“ an, die eine konzeptionelle Studie zur Nutzung des Bochumer Untergrunds für die Wärmewende erarbeitet. Experten schätzen, dass Geothermie bis zu drei Viertel der bestehenden Gebäude in Deutschland sowie ein Viertel der kommunalen Wärmenetze versorgen könnte.

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Bis Anfang 2025 sollen die Untersuchungen ein klareres Bild der geologischen Gegebenheiten liefern. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse den Ausbau tiefer Geothermie-Systeme für die großflächige Wärmeversorgung beschleunigen. Die Investition von 330.000 Euro durch das BMWK unterstreicht den politischen Willen, erneuerbare Energielösungen voranzutreiben.

Quelle