Bergisch Gladbach setzt "Bauturbo" ein – Wohnungsbau kommt endlich in Fahrt
Clara KrausBergisch Gladbach setzt "Bauturbo" ein – Wohnungsbau kommt endlich in Fahrt
Bergisch Gladbach beschleunigt stockende Wohnbauprojekte mit dem neuen „Bauturbo“
Die Stadt Bergisch Gladbach treibt mit ihren neuen Schnellverfahren, dem sogenannten Bauturbo, seit Langem blockierte Wohnbauvorhaben voran. Trotz verfügbarer Flächen herrscht in der Stadt ein massiver Wohnraummangel – vor allem wegen restriktiver Bebauungsvorschriften. Nun kommen mehrere große Projekte dank des neuen Rahmens in Bewegung.
Das Vorhaben Kalköfen Carrée hat im Rahmen des Bauturbo die Unterstützung der Stadt erhalten. Ziel ist es, ein lange brachliegendes Innenstadtgrundstück zu aktivieren und so die Wohnungsnot zu lindern. Zudem plant der Projektentwickler Grenzland Bau auf einem freien Gelände zwischen der Paffrather Straße und der Rhein-Berg-Passage einen neuen Wohnblock mit 19 Wohnungen und sieben Einzelgaragen.
Auch ein zuvor festgefahrenes Projekt an der Rommerscheider Straße, an der Ecke zur Odenthaler Straße, hat nun grünes Licht von der Stadt erhalten. Vorgesehen sind ein zweigeschossiges Gebäude, zwei dreigeschossige Wohnblöcke sowie eine Tiefgarage. Obwohl die geplante Höhe die ursprünglichen Vorgaben überschreitet, fügt sich das Vorhaben in die umliegende Bebauung ein.
Die BIG Bensberg GmbH will das Schloss Center erweitern, indem sie das bestehende Parkdeck abreißt und durch drei neue Geschosse mit 59 altersgerechten Wohnungen ersetzt. Der Gestaltungsbeirat Stadtbild hat das Projekt bereits geprüft und eine weitere Ausarbeitung empfohlen. Zudem steht eine informelle Anfrage für ein Wohngebäude mit acht Wohneinheiten an der Ecke Im Pippelstein und Lachsweg im Stadtteil Lustheide auf der Tagesordnung.
Mehrere dieser Vorhaben, darunter das Projekt an der Rommerscheider Straße, sollen in der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses zur Abstimmung stehen.
Dank der Bauturbo-Regelungen kommen in Bergisch Gladbach zahlreiche Wohnbauprojekte voran. Die Initiativen zielen darauf ab, brachliegende Grundstücke zu nutzen und die Wohnungsnot in der Stadt zu entschärfen. In der anstehenden Ausschusssitzung wird über zentrale Anträge im Rahmen des neuen Verfahrens entschieden.






