Algen als Rettung für die nachhaltige Textilproduktion der Zukunft
Ein neues Forschungsprojekt nimmt die Herausforderungen der nachhaltigen Textilproduktion in Angriff. Unter der Leitung von Leon Blanckart entwickelt Algacore eine Faseralternative auf Basis von Süßwasseralgen. Das Vorhaben zielt darauf ab, eine echte Alternative zu den herkömmlichen Fasern der Branche zu schaffen.
Das Algacore-Projekt hat im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Programms eine Förderung von rund 968.000 Euro erhalten. Die Mittel decken eine Laufzeit von 18 Monaten ab und ermöglichen dem Team, seine Forschung auszubauen. In den kommenden Monaten sollen zudem die Weichen für ein Start-up-Unternehmen gestellt werden.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Nutzung bestimmter Grünalgen als Rohstoff für Textilien. Das Ziel: eine nachhaltigere Grundlage für die Textilherstellung zu schaffen. Damit will Algacore beweisen, dass innovative Materialien sowohl ökologisch verträglich als auch industriell einsetzbar sein können.
Der Bedarf an solchen Innovationen ist offenkundig. Der Anbau von Baumwolle erfordert enorme Mengen an Wasser, Ackerland und Pestiziden. Synthetische Fasern hingegen basieren auf endlichen Ressourcen und können Mikroplastik freisetzen. Die Textilindustrie steht bereits unter Druck – durch begrenzte Ressourcen und wachsende Kritik an Kunstfasern.
Der Ansatz von Algacore könnte Lösungen für einige der größten Umweltprobleme der Branche bieten. Gelingt das Projekt, ebnet es möglicherweise den Weg für eine neue Generation nachhaltiger Fasern. Die Förderung durch das EXIST-Programm unterstreicht das Potenzial dieses technologiegetriebenen Spin-offs.






