"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine musikalische Farce bezaubert im Komediya-Theater
Lotta Wagner"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine musikalische Farce bezaubert im Komediya-Theater
Das Komediya-Theater beendet seine Spielzeit mit einer temperamentvollen musikalischen Farce: Zwei Hasen auf einmal jagen. Die frische Inszenierung verleiht der klassischen Geschichte einen modernen Twist, verlegt die Handlung von Kiew nach Odessa und verlegt die Zeit in die lebendigen 1920er-Jahre. Die letzte Vorstellung findet am 2. Juli statt und bildet damit den Abschluss des aktuellen Spielplans.
Regisseurin und Choreografin Anna Feketa hat die Geschichte neu interpretiert und statt in die frühe Jahrhundertwende in das pulsierende Odessa der 1920er-Jahre verlegt. Anders als der bekannte sowjetische Film steht diese Version für sich und präsentiert ein überraschendes neues Ende. Im Mittelpunkt der Handlung steht Pronja, ein behütetes Mädchen aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, gespielt von Polina Loboda. Ihr Auftritt umfasst einen atemberaubenden „Säbeltanz“ in einem opulenten orientalischen Kostüm.
Die Produktion sprüht vor üppigen Musik- und Tanzeinlagen. Das Ensemble meistert anspruchsvolle Choreografien – Hebefiguren, schnelle Schrittfolgen und Gesang – alles gleichzeitig. Nikolai Ponomarjow und Alina Gobyrite glänzen als Pronjas Eltern, Moische Moissejewitsch und Rosa Markowna, die eine übertriebene Parodie auf eine prunkvolle Hochzeit inszenieren. Maxim Michaljow verkörpert den schlauen Schlawiner Swirid Petrowitsch Golochwastow, der für das meiste Chaos sorgt. Mittendrin bleibt Olga Konowalowas Khimka als Hausmädchen die einzige vernünftige Stimme in diesem Wirbel.
Mit einer Explosion aus Energie, Humor, Musik und Tanz beschließt die Inszenierung die Spielzeit des Komediya-Theaters. Das Publikum erlebt eine neu erfundene Version der Geschichte – voller Spektakel und pointierter Darbietungen. Am 2. Juli fällt der letzte Vorhang.






