Zufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival in Hannover
Clara KrausZufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival in Hannover
Zufit Simon, eine in Israel geborene Choreografin und Tänzerin, prägt seit über zwei Jahrzehnten die freie Tanzszene Deutschlands. Ihr neuestes Werk, The Fight Club, wird am 23. April das Best OFF Festival in Hannover eröffnen. Das Stück markiert einen weiteren kühnen Schritt in einer Karriere, die sowohl von Auszeichnungen als auch von Herausforderungen geprägt ist.
Mit vier Jahren begann Simon zu tanzen und studierte später zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. 2005 gewann ihr erstes Solo, fleischlos, den dritten Platz beim Wettbewerb für das Beste Deutsche Tanzsolo auf der euroscene Leipzig. Früh in ihrer Laufbahn wurde Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig zu einem wichtigen Förderer, der einen Großteil ihrer Arbeiten produzierte.
Ihr Stück Radical Cheerleading aus dem Jahr 2024 erforschte körperlichen Protest und erhielt den Best OFF Festival-Preis desselben Jahres. Doch es gab auch Rückschläge: Das LOT-Theater, wo viele ihrer Werke uraufgeführt wurden, schloss 2024 aufgrund von Insolvenz. Schon sechs Jahre zuvor hatte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur ihre konzeptionelle Förderung gestrichen.
Trotz dieser Hindernisse wuchs Simons Einfluss. 2025, mit nur 45 Jahren, erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk. Nun treibt The Fight Club ihren Stil weiter voran – mit Fokus auf Kampf und männliche Attitüden. Die Festivaleröffnung in Hannover wird diese neueste Entwicklung präsentieren.
Simons Werk fordert die freie Tanzszene weiterhin heraus und definiert sie neu. The Fight Club feiert als ihre jüngste Erforschung von Bewegung und Identität Premiere. Mit einer Karriere, die Auszeichnungen, Schließungen und Neuerfindungen umfasst, bleibt ihr Einfluss auf die deutsche Performance-Kunst unbestritten.






