06 March 2026, 20:12

Zoll stoppt Schmuggler mit verbotener Waffenoptik auf der A44

Eine Gruppe von Soldaten in Kilts, einige mit Taschen und einer mit einer Waffe, mit einem bewölkten Himmel im Hintergrund und Text unten, der "Soldats écossais s'exerçant à l'escrime à la baïonnette" lautet.

Zoll stoppt Schmuggler mit verbotener Waffenoptik auf der A44

Zollbeamte in Deutschland beschlagnahmten bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A44 ein Wärmebildzielfernrohr für Gewehre. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, befand sich in einem Transporter, der von zwei rumänischen Männern gesteuert wurde. Beide müssen sich nun wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz strafrechtlich verantworten.

Die Entdeckung gelang, als die Beamten einen in Rumänien zugelassenen Kleintransporter mit Anhänger anhielten, der einen gebrauchten BMW X6 transportierte. Im Inneren des Fahrzeugs stießen sie auf ein Paket mit dem Wärmebildgerät. Das Zielfernrohr verfügte über eine integrierte Montageschiene, die es für die Befestigung an einer Schusswaffe geeignet macht – ein klarer Verstoß gegen das deutsche Waffengesetz (WaffG).

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Die beiden Männer, 34 und 42 Jahre alt, waren mit der Ware von Großbritannien nach Rumänien unterwegs. Ihnen fehlten die erforderlichen Zollerklärungen und Importeinfuhrpapiere. Neben dem Zielfernrohr fanden die Beamten weitere nicht deklarierte Gegenstände, während der BMW X6 – mit einem Zollwert von 4.000 Euro – einen defekten Turbolader aufwies.

Die Behörden beschlagnahmten das Zielfernrohr als verbotenes Gut. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat inzwischen weitere Ermittlungen durch den Zoll angeordnet. Nach der Begleichung von rund 3.250 Euro an ausstehenden Einfuhrabgaben und einer Kaution in Höhe von 4.000 Euro durften die Reisenden ihre Fahrt fortsetzen.

Wärmebildzielfernrohre unterliegen in Deutschland und der EU strengen Regulierungen. Zwar gab es in den letzten Jahren keine größeren gesetzlichen Änderungen zu diesen Geräten, doch wurden 2022 verschärfte Importkontrollen eingeführt. Diese folgten den EU-Sanktionen gegen Russland und Belarus, die den Handel mit militärisch nutzbaren Optiken einschränken. Technologische Fortschritte wie KI-gestützte Bildverarbeitung und höhere Auflösungen haben die Nachfrage zusätzlich angeheizt – insbesondere seit dem Ukraine-Krieg.

Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft, die mögliche Verstöße gegen das Waffengesetz und Steuerhinterziehung prüft. Das beschlagnahmte Zielfernrohr verbleibt bis auf Weiteres als Beweisstück in behördlicher Verwahrung. Zollbeamte betonten erneut die Bedeutung korrekter Deklarationen beim grenzüberschreitenden Transport regulierter Waren.

Quelle