Zoll beschlagnahmt vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Sophia KellerZoll beschlagnahmt vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Zollbeamte in Deutschland haben bei einer einzigen Razzia fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee beschlagnahmt. Die Entdeckung erfolgte am 16. September 2025, nachdem an der Raststätte Königsforst an der Autobahn A3 ein verdächtiger Transporter angehalten worden war. Die Behörden schätzen, dass die mit der Ware verbundene Steuerhinterziehung mehr als 17.000 Euro beträgt.
Der Einsatz begann, als Beamte einen kleinen Transporter kontrollierten, der von einem 39-jährigen Syrer gesteuert wurde. Die Routendetails des Fahrzeugs hatten Misstrauen geweckt, woraufhin eine genauere Überprüfung erfolgte. Im Inneren fanden sie etwa 245 Kilogramm löslichen Kaffee und über 176 Kilogramm Röstkaffee – keiner der Fundstücke verfügte über die erforderlichen Zolldokumente.
Gleichzeitige Durchsuchungen in Limburg an der Lahn und Gießen führten zur Beschlagnahmung von weiteren dreieinhalb Tonnen unversteuerten Kaffees. Die Ermittlungen brachten zudem Beweise zutage, dass in den vergangenen Wochen weitere drei Tonnen aus den Niederlanden geschmuggelt worden waren.
Deutschland erhebt auf Röstkaffee eine Kaffeesteuer von 2,19 Euro pro Kilogramm und auf löslichen Kaffee 4,78 Euro pro Kilogramm. Während Privatpersonen aus EU-Ländern – einschließlich der Niederlande – bis zu zehn Kilogramm steuerfrei einführen dürfen, müssen größere Mengen ordnungsgemäß deklariert werden. Allein im Jahr 2024 nahm der Zoll bundesweit durch Kaffeesteuern rund eine Milliarde Euro ein.
Die Beschlagnahmungen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Steuerhinterziehung im Kaffeehandel zu bekämpfen. Mit fast acht Tonnen unversteuerten Kaffees in diesem Fall überwachen die Behörden weiterhin grenzüberschreitende Lieferungen. Der gesamte Steuerausfall durch die Aktion beläuft sich auf über 17.000 Euro.






