04 April 2026, 08:14

Zeitzeuge berichtet in Wesel über Flucht und Alltag an der DDR-Grenze

Alte Deutschlandkarte mit schwarzem Rand und detaillierten Straßen- und Autobahnnetzen.

Zeitzeuge berichtet in Wesel über Flucht und Alltag an der DDR-Grenze

Öffentlicher Vortrag zur Geschichte der innerdeutschen Grenze in Wesel

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Nächsten Monat findet in Wesel ein kostenloser öffentlicher Vortrag zur Geschichte der innerdeutschen Grenze statt. Die von der Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck veranstaltete Reihe widmet sich dem Grenzübergang Marienborn und dem Alltag unter den Restriktionen der DDR. Am 7. Oktober 2023 führt der Zeitzeuge Ronald Schreyer durch die Diskussion.

Der Vortrag mit dem Titel "Die Grenze und das Sperrgebiet der DDR: Der Fall des Grenzübergangs Marienborn" dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr. Schreyer beleuchtet den Bau der innerdeutschen Grenze und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben. Zudem berichtet er über die Erlebnisse von Grenzposten und Bewohnern in den Sperrzonen.

Schreyers persönliche Geschichte verleiht der Veranstaltung besondere Bedeutung: 1988 überquerte er zweimal die Grenze von Westdeutschland aus, um seiner Familie nach seiner Ausweisung aus der DDR zur Flucht zu verhelfen. Der Vortrag findet im Hörsaal der VHS statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Interessierte erhalten weitere Informationen unter der Telefonnummer 0281-203 2590 oder auf der Website *www.vhs-wesel.de*.

Die Veranstaltung bietet einen authentischen Einblick in das Leben an der DDR-Grenze. Schreyers Vortrag rückt die menschliche Seite der Teilung in den Fokus – von Sicherheitsmaßnahmen bis zu persönlichen Fluchtgeschichten. Kostenlos und für alle offen, bietet sie die Gelegenheit, mehr über eine prägende Epoche der deutschen Geschichte zu erfahren.

Quelle