Wüst kündigt 60-Milliarden-Plan für marode Infrastruktur in NRW an

Wüst kündigt 60-Milliarden-Plan für marode Infrastruktur in NRW an
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst wählte für seine Neujahrsansprache 2026 einen ungewöhnlichen Ort: Am Rand eines leergepumpten Schwimmbeckens in Dorsten hielt er seine Rede in einer Förderschule – ein bewusst gewähltes Symbol für Erneuerung und Zusammenhalt. Gleichzeitig unterstrich er damit den dringenden Sanierungsbedarf der Infrastruktur in Schulen, Krankenhäusern und Verkehrsnetzen des Landes.
Dass Wüst die Haldenwang-Schule als Kulisse wählte, war kein Zufall. Das trockengelegte Becken und die maroden Räumlichkeiten der Einrichtung standen sinnbildlich für den desolaten Zustand der nordrhein-westfälischen Infrastruktur. In den kommenden zwölf Jahren will das Land 60 Milliarden Euro in die Modernisierung stecken – mit Schwerpunkt auf Bildung, Gesundheitswesen und wirtschaftliche Projekte.
Wüsts Ankündigung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Brücken, Kitas und Krankenhäuser benötigen dringend Reparaturen, und die Wähler werden genau beobachten, ob die versprochenen Mittel auch Wirkung zeigen. Ob die Investitionen gelingen oder scheitern, könnte über seine Wiederwahlchancen 2027 entscheiden. Wo Wüst seine Neujahrsansprache im nächsten Jahr halten wird, ist noch offen. Der Fokus liegt derzeit auf dem 60-Milliarden-Plan und dessen Auswirkungen auf die Zukunft des Landes.
Die 60-Milliarden-Offensive für die Infrastruktur ist ein historisches Vorhaben für NRW. Falls umgesetzt, würde sie langjährige Sanierungsstaus in zentralen öffentlichen Bereichen beheben. Die Bürger werden in den kommenden Jahren messen, ob das Land seine Versprechen einhält.

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