18 February 2026, 06:23

Wüst in der Kritik: Geplantes Influencer-Treffen als spontane Begegnung getarnt

Ein Mann im Anzug und Krawatte steht an einem Podium mit einem Mikrofon und spricht zu einer unscharfen Menge, wobei er wie ein Politiker wirkt.

SPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Wüst in der Kritik: Geplantes Influencer-Treffen als spontane Begegnung getarnt

Ein virales Instagram-Fotoshooting mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat für Kritik gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass das Treffen vorher mit einem Influencer abgesprochen war. Das Video, das der Influencer als angeblicher "Straßenfotograf" teilte, wirkte wie eine spontane Begegnung mit dem Politiker. Kritiker stellen seitdem die Authentizität der Szene infrage.

Der Clip, hochgeladen vom Influencer "Fabiano", zeigte Wüst in lockerem Austausch mit der Kamera. Auf den ersten Blick wirkte die Situation wie ein zufälliges Zusammentreffen. Regierungskreise bestätigten später jedoch, dass das Shooting im Voraus geplant worden war.

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SPD-Generalsekretär Frederick Cordes verurteilte die Aktion als "inszenierte PR-Show". Seine Äußerungen unterstreichen die Bedenken hinsichtlich der Transparenz in der politischen Kommunikation. Gleichzeitig betonte ein Sprecher der Staatskanzlei, dass für die Aufnahmen kein Geld geflossen sei.

Angesichts der Kritik verteidigte "Fabiano" Wüst und beschrieb ihn während der Dreharbeiten als "echt, spontan und zugänglich". Anders als in früheren Fällen gibt es keine Aufzeichnungen davon, dass Wüst ähnlich unvorbereitet auf Social-Media-Auftritte mit Influencern in der Region reagiert hätte.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die wahrgenommene Echtheit des Fotoshootings. Zwar versichert die Staatskanzlei, dass keine Zahlungen geleistet wurden, doch die inszenierte Natur des Termins sorgt für Skepsis. Der Vorfall wirft Fragen auf, wie Politiker künftig mit Social-Media-Influencern zusammenarbeiten sollten.