14 February 2026, 12:40

Wuppertals kraftvolle Botschaft: Flashmob gegen Gewalt an Frauen am Johannes-Rau-Platz

Eine Gruppe von Menschen steht auf dem Boden, einige halten Schirme, mit einem roten Tuch mit der Aufschrift 'Befreiung ohne Entkriminalisierung der Sexarbeit' vor ihnen auf dem Boden, Fahrräder auf der linken Seite geparkt und im Hintergrund Gebäude, Bäume und Himmel.

Wuppertals kraftvolle Botschaft: Flashmob gegen Gewalt an Frauen am Johannes-Rau-Platz

Wuppertal beteiligt sich an globaler One Billion Rising-Kampagne mit Flashmob am Johannes-Rau-Platz

Diese Woche schloss sich Wuppertal mit einem Flashmob auf dem Johannes-Rau-Platz der weltweiten Aktion One Billion Rising an. Die Veranstaltung richtete sich gegen Gewalt an Frauen und umfasste Tänze mit roten Tüchern. Die Organisator:innen legten den Termin bewusst auf einen Wochentag, um Schulklassen zur Teilnahme zu motivieren.

Der Name der Kampagne geht auf eine Schätzung von Amnesty International zurück, zufolge derer jede dritte Frau weltweit bereits Gewalt erfahren hat – das entspricht rund einer Milliarde Betroffener. Seit 2013 finden in deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, München und Köln ähnliche Aktionen statt. Bis 2026 werden sich über 100 Städte und Gemeinden bundesweit beteiligt haben.

Das Wuppertaler Frauenhaus ist seit Jahresbeginn durchgehend voll belegt. Allein 2025 verzeichnete die Stadt fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt, wobei Frauen den Großteil der Opfer stellen. Auch in benachbarten Städten des Bergischen Landes wie Solingen, Sprockhövel und Wülfrath waren zum Valentinstag Proteste gegen geschlechtsspezifische Gewalt geplant.

Der Flashmob in Wuppertal unterstrich die anhaltenden Bemühungen im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Lokale Schutzunterkünfte arbeiten weiterhin am Limit – ein Zeichen für den ungebrochenen Bedarf an Unterstützung. Die wachsende Verbreitung der Kampagne in Deutschland zeigt ein steigendes Problembewusstsein in der Gesellschaft.