30 December 2025, 10:24

Wolf tötet sechs Handaufzuchten – elektrischer Zaun hält Raubtier nicht auf

Wei√ü Schafe in der N√§he eines hölzernen Zauns mit unscharfen Pflanzen im Hintergrund.

Wolf tötet sechs Handaufzuchten – elektrischer Zaun hält Raubtier nicht auf

Sechs Schafe in Neunkirchen-Wiederstein über die Feiertage von einem Raubtier getötet

Die Tiere gehörten Katharina Knetsch und Christoph Schmidt, die sie von Hand aufgezogen und sogar mit Namen versehen hatten. Die Behörden vermuten nun, dass ein Wolf für den Angriff verantwortlich sein könnte.

Trotz eines elektrischen Zauns, der die Schafe schützen sollte, wurden die Tiere tot aufgefunden. Die Barriere konnte das Raubtier nicht aufhalten – ein alarmierendes Zeichen für die Wirksamkeit solcher Schutzmaßnahmen gegen größere Wildtiere.

Ähnliche Vorfälle gab es in der Nähe, etwa in Liebenscheid und anderen Teilen Südwestfalens. Zwar wurde in keinem dieser Fälle offiziell bestätigt, dass Wölfe die Angreifer waren, doch das Muster deutet darauf hin, dass sich die Tiere zunehmend in die Nähe menschlicher Siedlungen wagen. Der Jäger Alexander Jung warnte, dass solche Attacken ohne natürliche Fressfeinde, die den Wolfsbestand regulieren, häufiger werden könnten.

Die Ermittlungen laufen noch, doch ein offizieller Wolfsnachweis in der Region steht bisher aus. Der nächstgelegene bestätigte Hinweis stammt aus Forbach in Baden-Württemberg, wo eine Wildkamera etwa zwei Wochen vor dem 27. Dezember 2025 einen Wolf aufgenommen hatte. Fachleute untersuchen derzeit auch Ziegenrisse aus derselben Zeit in dieser Gegend.

Für die Schafbesitzer, die die Tiere eher als Haustiere denn als Nutztiere hielten, ist der Vorfall ein schwerer Schlag. Die lokalen Behörden beobachten die Lage weiterhin, doch ein eindeutiger Beweis für die Beteiligung eines Wolfs fehlt noch. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies ein weiterer Fall von Wölfen, die sich in der Region zunehmend auf Farmland vorwagen.