Wohnprojekt "Leben an der Strunde" in Bergisch Gladbach: Neuer Anlauf nach Insolvenz-Krise
Clara KrausWohnprojekt "Leben an der Strunde" in Bergisch Gladbach: Neuer Anlauf nach Insolvenz-Krise
Das stockende Wohnprojekt „Leben an der Strunde“ in Bergisch Gladbach könnte bald wieder Fahrt aufnehmen. Eine Delegation der Eigentümer des Wachendorff-Geländes traf sich kürzlich mit Vertretern der Stadt, um die Wiederbelebung des Vorhabens voranzutreiben. Das Projekt war vor einem Jahr wegen finanzieller Probleme in Verbindung mit der Gröner-Gruppe gestoppt worden.
Die Schwierigkeiten begannen, als die Gröner-Gruppe, die mit dem Investor Christoph Gröner verbunden ist, mit Insolvenz und Vorwürfen wegen Fehlverhaltens konfrontiert wurde. Sein Unternehmen, die CGRE AG, hält einen Anteil von 89,9 Prozent an der Entwicklung. Die Stadtverwaltung setzte die Arbeiten am Bebauungsplan aus und forderte Nachweise über Fortschritte, bevor weitere Schritte unternommen werden könnten.
Letzte Woche traf eine Delegation – darunter der ehemalige Bundesminister Ronald Pofalla, ein Vertrauter Gröners – mit Verantwortlichen aus Bergisch Gladbach zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Wiederaufnahme der seit Langem verzögerten Prüfungen zur Entwässerung und Verkehrsinfrastruktur. Ohne diese Gutachten kann das Projekt nicht vorankommen.
Die Stadt hat deutlich gemacht, dass erst dann weitere Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Investoren konkrete Fortschritte vorweisen. Gleichzeitig arbeiten die Behörden daran, die noch ausstehenden technischen und finanziellen Hürden zu überwinden.
Das Treffen könnte einen Wendepunkt für das Wohnbauprojekt markieren. Falls die Investoren die Anforderungen der Stadt erfüllen, könnten die Planungen wiederaufgenommen werden. Bis dahin bleibt das Vorhaben jedoch auf Eis – mit ungelösten Infrastruktur- und Finanzfragen als größtes Hindernis.






