Windkraft-Boom im Kreis Gütersloh: 18 neue Anlagen genehmigt und 29 weitere geplant
Clara KrausWindkraft-Boom im Kreis Gütersloh: 18 neue Anlagen genehmigt und 29 weitere geplant
Im Kreis Gütersloh boomt der Bau von Windkraftanlagen. Die Behörden genehmigten 2023 insgesamt 18 neue Anlagen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur vier im Vorjahr. Der Zuwachs geht auf Änderungen im regionalen Planungsrecht zurück, die nun höhere Türme in geringerer Entfernung zu Wohngebieten erlauben.
Die Deutsche WindXperts GmbH treibt die Expansion voran und plant 13 weitere Windräder im gesamten Kreisgebiet. Zehn davon entstehen in Harsewinkel – sieben in Greffen und drei in Marienfeld. Das Unternehmen rechnet damit, dass alle 13 Anlagen bis Ende 2027 in Betrieb gehen, gestützt durch Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro.
In Herzebrock-Clarholz sind bereits drei Windkraftanlagen genehmigt, während über drei weitere Anträge noch entschieden wird. Weitere Projekte verteilen sich auf Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und die Stadt Gütersloh selbst. Aktuell sind im Kreis 34 Anlagen am Netz, zusätzlich liegen 29 Anträge auf Genehmigung vor.
Hinter dem Bauboom stehen angepasste Abstandsregeln in Nordrhein-Westfalen. Nach den neuen Vorschriften dürfen Windräder nun bis zur doppelten Entfernung zum nächsten Wohnhaus in die Höhe wachsen. Zudem hat WindXperts für das Vorhaben in Spexard eine Ausgleichszahlung von 30.700 Euro zugesagt, die in den Kreishaushalt fließt.
Bis Ende 2027 wird der Kreis Gütersloh deutlich mehr Windkraftanlagen beherbergen als bisher. Die Projekte stärken nicht nur die Kapazitäten für erneuerbare Energien, sondern bringen auch finanzielle Mittel für die Kommunen. Die bereits erteilten Genehmigungen und anhängigen Anträge deuten auf weiteres Wachstum in den kommenden Jahren hin.






