01 May 2026, 08:17

Willich plant Kürzung von Geschwisterrabatten – Eltern protestieren gegen höhere Kita-Gebühren

Plakat mit der Überschrift "Hohe Kosten der Kinderarbeit" auf blauem Hintergrund, weißer Schrift und weißem Rand, mit einem kreisförmigen Arrangement von Gesichtern verschiedener Menschen.

Willich plant Kürzung von Geschwisterrabatten – Eltern protestieren gegen höhere Kita-Gebühren

Willich überprüft seine Kindergartengebühren angesichts wachsender finanzieller Belastungen der Stadt. Die geplanten Änderungen umfassen die Kürzung von Geschwisterrabatten und eine Deckelung der Gebührenerhöhungen – was bei Eltern und lokalen Initiativen auf scharfe Kritik stößt. Die Verwaltung betont jedoch, dass die Pläne noch in der Diskussion seien und einer endgültigen Genehmigung bedürften.

Auslöser der Debatte war ein Auftrag des Haupt- und Finanzausschusses an die Stadtverwaltung, die Regeln für elterliche Eigenanteile bis zum 28. April zu überarbeiten. Willich strebt an, durch den Abbau von Geschwisterermäßigungen 500.000 Euro einzusparen und weitere 100.000 Euro, indem dynamische Gebührensteigerungen auf drei Prozent begrenzt werden. Bürgermeister Christian Pakusch präzisierte, es gehe vor allem um Anpassungen bei den Geschwisterbeiträgen und der Gebührenindexierung – betonte aber, dass noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien.

Bürger wie Marlene Mendes aus Anrath kritisieren die Vorschläge als ungerecht. Auch der Jugendwohlfahrts-Elternbeirat (JAEB) lehnt die Einführung von Geschwistergebühren und höhere Anpassungen ab. SPD-Sprecher Dietmar Winkels argumentiert, der Haushaltsausgleich dürfe nicht auf dem Rücken der Eltern ausgetragen werden.

Nachbargemeinden wie Nettetal und Kempen erheben bereits durchgehend 50 Prozent der regulären Gebühren für Geschwisterkinder in allen Betreuungsangeboten. In Willich hat die anhaltende Debatte um die Kita-Gebühren bisher kaum spürbare Verbesserungen gebracht – viele Familien fürchten nun weitere Kostensteigerungen.

Die Vorschläge der Verwaltung werden nun den gewählten Vertretern zur weiteren Beratung vorgelegt. Bei einer Zustimmung würden sie zwar zusätzliche Einnahmen generieren, gleichzeitig aber die finanzielle Belastung für Familien mit mehreren Kindern erhöhen. Eine endgültige Entscheidung wird nach dem 28. April erwartet.

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