"Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen
Sophia Keller"Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen
Eine mutige neue Tanzperformance stellt unsere Wahrnehmung von Bewegung und Tempo infrage. Die „Wheelie Show“ vereint Tänzer:innen mit und ohne Behinderung in einer energiegeladenen, inklusiven Produktion. Mit einer Mischung aus Rollschuhen, Rollstühlen und athletischem Schwung erkundet das Stück, wie das moderne Leben an uns vorbeirasen kann – und was passiert, wenn es endlich langsamer wird.
Die Performance entstand aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Innerhalb von sechs Monaten entwickelte das Ensemble das Stück durch Experimente und gemeinsame Ideen. Herausgekommen ist eine dynamische Abfolge aus stillen Reflexionen und explosiver Energie – ein Rhythmus, der an eine bunte Revue erinnert.
Die Hälfte der Tänzer:innen bewegt sich auf Rollschuhen, die andere Hälfte nutzt Rollstühle. Ein besonderer Höhepunkt sind innovative Hebefiguren, bei denen Rollschuhläufer:innen auf fahrenden Rollstühlen balancieren. Die Kostüme lassen sich von Radrennen, Motocross und der Formel 1 inspirieren und unterstreichen so das Thema Geschwindigkeit. Selbst Elemente aus Eishockey und Cheerleading fließen in die Choreografie ein.
Tänzer Jonah Onnen hofft, dass das Publikum mit zwei Dingen nach Hause geht: einem Gefühl von Freude und weniger Vorurteilen. Die Gegensätze der Show – zwischen Stille und Chaos, Tradition und Erfindung – spiegeln das hektische Tempo des Alltags wider.
Die „Wheelie Show“ sprengt Grenzen, indem sie Bewegung, Barrierefreiheit und Spektakel vereint. Die Kombination aus Rollschuhen, Rollstühlen und athletischer Choreografie bietet einen frischen Blick auf Performance-Kunst. Nach monatelangen Proben präsentiert das Ensemble nun ein Stück, das ebenso zum Nachdenken anregt wie es unterhält.






