Wesel tanzt gegen Gewalt an Frauen und Mädchen bei One Billion Rising
Lotta WagnerWesel tanzt gegen Gewalt an Frauen und Mädchen bei One Billion Rising
Wesel schließt sich der globalen Kampagne "One Billion Rising" gegen Gewalt an Frauen und Mädchen an
Die Stadt Wesel beteiligt sich an der weltweiten Initiative One Billion Rising, die sich seit 13 Jahren gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzt. Die Kampagne ruft Gemeinden dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität zu zeigen. Das diesjährige Motto "#WomenOnFire – Ni Una Menos" unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Leidenschaft und Entschlossenheit im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Die Bewegung wurde 2013 von der Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen und fordert Gerechtigkeit, Gleichberechtigung sowie die Stärkung von Frauen und Mädchen weltweit. Gewalt gegen Frauen bleibt eine der verbreitetsten Menschenrechtsverletzungen – Millionen sind jährlich betroffen.
Auch in Deutschland ist das Problem akut: 2024 registrierte die Polizei 265.942 Opfer von Gewalt – ein Anstieg um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 73 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Über 100 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland beteiligen sich mittlerweile an der Kampagne, darunter Großveranstaltungen in Berlin, München, Hamburg und Köln.
Wesel engagiert sich bereits seit Jahren mit jährlichen Tanzprotesten, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. In diesem Jahr führen Bürgermeister Rainer Benien und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Schmitz-Lenneps die lokalen Aktivitäten an. Die Kampagne appelliert an betroffene Frauen und Mädchen, Hilfe beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016) oder online unter www.hilfetelefon.de zu suchen.
Der Slogan "Ni Una Menos" ("Nicht eine weniger") steht für den feministischen Kampf gegen Femizide und strukturelle Gewalt. Die Organisator:innen betonen, wie wichtig Empathie, gemeinsames Handeln und langfristiger Wandel sind, um patriarchale Strukturen abzubauen.
Die One Billion Rising-Kampagne wächst weiter – Wesel und andere Städte bekräftigen ihr Engagement. Betroffenen stehen weiterhin Unterstützungsangebote zur Verfügung, während Aktivist:innen für bessere Schutzmaßnahmen und gesellschaftlichen Wandel kämpfen. Die Veranstaltungen 2026 sollen das Thema weiterhin in der öffentlichen Diskussion verankern.