WDR verlässt Köln-Bocklemünd: Historischer Standort wird bis 2035 aufgegeben
Ella KrausWDR verlässt Köln-Bocklemünd: Historischer Standort wird bis 2035 aufgegeben
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) verlagert seinen Standort vom Gelände in Köln-Bocklemünd. Bis 2035 soll das Areal im Rahmen einer umfassenden Konsolidierungsstrategie verkauft werden. Hintergrund ist der Wandel hin zu digitalen und agilen Produktionsmethoden, durch den der aktuelle Standort nicht mehr wirtschaftlich tragbar ist.
Das Gelände in Bocklemünd war jahrzehntelang ein zentraler Produktionsstandort des WDR. Hier befanden sich Studios für beliebte Formate wie "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause" sowie bis zur letzten Folge 2020 die ehemalige ARD-Serie "Lindenstraße". Zudem sind dort Abteilungen wie Veranstaltungstechnik, Multimedia, On-Air-Design und das WDR-Innovationshub angesiedelt.
Ein Projektteam wird nun die Umzugsplanung für die betroffenen Bereiche prüfen. Dazu zählen unter anderem die Abteilungen Dokumentation und Archiv, Fuhrpark und Transportservice sowie Aus- und Fortbildung. Auch Mieter wie der Zentrale Beitragsservice, die Bavaria Studios und die Film- und Theater-Ausstattung GmbH müssen sich auf Veränderungen einstellen.
Ziel des WDR ist es, seine Ressourcen in der Kölner Innenstadt zu bündeln. Der Umzug soll die Abläufe effizienter gestalten und die Programmproduktion optimieren. Erste betroffene Abteilungen könnten ab 2028 von neuen Standorten aus arbeiten, bis 2035 soll der vollständige Umzug abgeschlossen sein.
Der Verkauf des Bocklemünd-Geländes markiert einen tiefgreifenden Wandel für den Sender. Die Abteilungen ziehen in modernere Räumlichkeiten um, was die digitale Transformation des WDR unterstützt. Das Projekt soll innerhalb des nächsten Jahrzehnts abgeschlossen werden, um alle Arbeitsprozesse an die neuen Anforderungen anzupassen.