22 January 2026, 16:24

Warnstreiks legen Tunnel in Velbert-Langenberg für 24 Stunden lahm

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte des Ochsenkopf-Tunnels, einschließlich Höhenangaben, umliegender Gebiete und begleitendem historischen Text.

Warnstreiks legen Tunnel in Velbert-Langenberg für 24 Stunden lahm

Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Deutschland: Tunnel in Velbert-Langenberg für 24 Stunden gesperrt

Am Dienstag, den 20. Januar, kommt es in ganz Deutschland zu erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst, da Gewerkschaften mit Warnstreiks für höhere Löhne kämpfen. Betroffen sind rund 2,6 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Zudem wird ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt – darunter ein großer Tunnel in Velbert-Langenberg – für 24 Stunden komplett gesperrt. Autofahrer werden aufgefordert, rechtzeitig Ausweichrouten zu planen.

Die Streiks erfolgen vor dem Hintergrund festgefahrener Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und den öffentlichen Arbeitgebern. Beschäftigte, die unter den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) fallen, fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent. Bisher haben die Arbeitgeber jedoch noch kein erstes Angebot vorgelegt. Da die Gespräche Mitte Januar in einer Sackgasse stecken, haben die Gewerkschaften die Arbeitsniederlegungen angekündigt, um Druck auf die Verantwortlichen auszuüben.

Ab Dienstag, 20. Januar, 16:00 Uhr, wird der Tunnel an der L107 in Velbert-Langenberg vollständig geschlossen. Die Behörden begründen die Vollsperrung mit Sicherheitsbedenken; sie soll bis 16:00 Uhr des Folgetages andauern. Kraftfahrer werden aufgefordert, eine Umleitung über die Vogteier Straße, Voßkuhlstraße und Heegerstraße zu nutzen. Die Auswirkungen beschränken sich jedoch nicht auf den Straßenverkehr: Auch das Tunnelbetriebszentrum (TLZ.NRW) in der Landesverkehrszentrale (LVZ.NRW) in Leverkusen wird von streikbedingten Verzögerungen betroffen sein. Personalknappheit dort könnte die Verkehrssteuerung während der Sperrung zusätzlich erschweren.

Die 24-stündige Tunnel-Schließung wird den Verkehr auf Ausweichstrecken umlenken und voraussichtlich zu Staus führen. Da bisher kein Lohnangebot vorliegt, könnten weitere Streiks folgen, falls die Verhandlungen ohne Ergebnis bleiben. Die Aktion unterstreicht die wachsende Spannung zwischen den Beschäftigten des öffentlichen Sektors und den Arbeitgebern in der Frage der Gehaltsforderungen.