03 February 2026, 22:51

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: NRW steht diese Woche still

Ein deutscher Zeitschriftenumschlag aus dem Juni 1933 mit der Aufschrift "Die Woche", der eine Gruppe lachender Kinder zeigt, die im Kreis spielen.

Erste Warnstreiks in Awo-Kindergärten - Warnstreiks im öffentlichen Dienst: NRW steht diese Woche still

Öffentlich Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen kündigen Warnstreiks an

In dieser Woche werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks aufrufen, um in dem anhaltenden Tarifkonflikt Druck aufzubauen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Arbeitsniederlegungen am Mittwoch und Donnerstag aufgerufen, die Kitas, Pflegeheime und Verwaltungsstellen betreffen werden. Die Arbeitgeber haben die Forderungen der Gewerkschaft bereits als unrealistisch zurückgewiesen.

Die ersten Streiks beginnen am Mittwoch, dem 4. Februar, und richten sich gegen AWO-Kindertageseinrichtungen in Essen, im Rhein-Erft-Kreis, in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis sowie in Köln. Auch Pflegekräfte in Kölner Seniorenheimen sind zum Streik aufgerufen, wobei die Versorgung der Bewohner jedoch aufrechterhalten wird. Begleitet werden die Aktionen von Kundgebungen in Essen, Aachen und Köln.

Am Donnerstag, dem 5. Februar, weiten sich die Streiks auf Ostwestfalen-Lippe aus. Betroffen sind dann Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen und Angebote der Offenen Ganztagsschule. In Herford ist eine Demonstration geplant. Einige Einrichtungen könnten vorübergehend schließen, Gruppen zusammenlegen oder nur eine Notbetreuung anbieten.

ver.di fordert für alle AWO-Beschäftigten eine monatliche Bruttoerhöhung von 500 Euro, für Auszubildende zusätzlich 300 Euro sowie drei weitere freie Tage pro Jahr für Gewerkschaftsmitglieder. Die Arbeitgeberseite hält diese Forderungen für überzogen und verweist auf eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 13 Prozent, die wirtschaftlich nicht tragbar sei.

Die Streiks werden in mehreren Regionen zu Einschränkungen führen, doch die genaue Zahl der betroffenen Einrichtungen steht noch nicht fest. Sollten die Verhandlungen keine Fortschritte bringen, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen.