Warendorf führt 15-Euro-Nachtgebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren
Lotta WagnerWarendorf führt 15-Euro-Nachtgebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren
Warendorf führt Gebühr von 15 Euro pro Nacht für Wohnmobil-Stellplätze am Emssee ein
Ab demnächst verlangt die Stadt Warendorf von Wohnmobilbesitzern 15 Euro pro Nacht auf dem beliebten Campingplatz am Emssee. Die im vergangenen Herbst beschlossene Gebühr soll in Modernisierungen und die Instandhaltung der Anlage fließen. Einige Stammgäste kritisieren die Preiserhöhung bereits als überzogen.
Der Stadtrat stimmte einstimmig für die tägliche Gebühr. Die Verantwortlichen begründeten die Maßnahme damit, dass die Einnahmen unter anderem in neue Parkuhren und modernisierte Stromsäulen investiert werden sollen. Die Arbeiten sollen noch in diesem Frühjahr beginnen.
Ein langjähriger Besucher, der 83-jährige Günter Brossat, äußerte sich öffentlich gegen die Neuerung. Er bezeichnete die 15-Euro-Gebühr als unangemessen und warnte, sie könnte treue Camper vertreiben. Andere schlossen sich seiner Kritik an – einige drohten sogar mit einem kompletten Boykott des Platzes.
Die Stadt Warendorf verteidigt die Preispolitik und verweist auf die idyllische Seelage und die bestehenden Einrichtungen des Campingplatzes. Wer es günstiger mag, kann auf den zweiten städtischen Campingplatz im Wiesengrund ausweichen. Dieser ist zwar weniger gut ausgestattet, verlangt aber nur etwa 5 Euro pro Nacht.
Die neue Gebühr tritt in den kommenden Monaten in Kraft – parallel zu den geplanten Verbesserungen. Camper müssen sich nun entscheiden: entweder mehr zahlen für den Komfort am Emssee oder auf den preiswerteren Platz im Wiesengrund ausweichen. Wie viele Stellplätze es gibt und wie stark sie ausgelastet sind, hat die Stadt nicht bekannt gegeben.