28 March 2026, 16:12

Warendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten

Schwarzes und wei├čes Foto einer Stra├če mit Geb├Ąuden, Fenstern, Gel├Ąndern, Namensschildern und einer Stra├če unten.

Warendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten

Stadt Warendorf behält umstrittene Straßennamen bei

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei umstrittenen Straßen nicht zu ändern. Damit setzt er sich über die Empfehlung einer Bürgerkommission hinweg, die eine Umbenennung gefordert hatte. Der Rat lehnte den Vorschlag mit Verweis auf finanzielle und verwaltungstechnische Gründe ab. Die Reaktionen vor Ort fallen gemischt aus – während einige die Entscheidung kritisieren, zeigen andere Verständnis.

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Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße. Ein Bürgerbündnis hatte sich für eine Umbenennung eingesetzt und eine inklusivere Namenspolitik angemahnt. Die Ratsmehrheit gab jedoch Sparsamkeit und Bürokratieabbau den Vorrang und beließ die Bezeichnungen unverändert.

Die geschätzten Kosten für den Austausch der Straßenschilder lagen bei 5.700 Euro – ein Betrag, den der Rat als zu hoch einstufte. Ratsmitglied André Wenning verteidigte die Entscheidung und betonte, die Meinung der Anwohner wiege schwerer als die Vorschläge der Kommission. Viele Bewohner hätten sich ohnehin für die Beibehaltung der bisherigen Namen ausgesprochen.

Kompromissvorschläge, wie etwa die Ergänzung eines Zitats des Warendorfer Autors Paul Schallück anstelle von Agnes Miegels auf der Gedenktafel am Rathaus, wurden abgelehnt. Die bestehende Tafel mit dem Miegel-Zitat bleibt unverändert. Reinhold Schoppmann, Mitglied des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis scharf: Die Arbeit der Kommission sei "vollständig ignoriert" worden.

Damit bleibt es bei den drei Straßennamen sowie der Gedenktafel am historischen Warendorfer Rathaus. Mit seiner Betonung von Haushaltsdisziplin und Verwaltungsvereinfachung hat der Rat eine klare Linie für künftige Diskussionen vorgegeben. Anwohner und Initiativen müssen nun entscheiden, ob sie die Entscheidung akzeptieren – oder weiter für eine Änderung kämpfen.

Quelle