08 April 2026, 08:22

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland kehren sich um

Karte von Deutschland mit Frankfurt in Farbe hervorgehoben, die Bevölkerungsdichte in Prozent angibt, begleitet von erklärendem Text auf der linken Seite.

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland kehren sich um

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland haben sich in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt. Seit der Wiedervereinigung 1990 sind Tausende in beide Richtungen umgezogen, wobei aktuelle Trends eine Umkehr der Migrationsströme zeigen. Neue Zahlen verdeutlichen, woher die Menschen kommen – und wohin es sie heute zieht.

1991 zogen fast 1.200 Menschen aus Ostdeutschland in den Kreis Siegen-Wittgenstein. Im Laufe der Jahre pendelte sich diese Zahl auf ein gleichmäßigeres Niveau ein: Seit 2010 kommen jährlich zwischen 200 und 300 Neuankömmlinge. Die meisten von ihnen stammen aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten Zuwanderer verzeichnet wurden.

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Insgesamt haben seit der Wiedervereinigung rund 12.700 Menschen aus Ostdeutschland in Siegen-Wittgenstein eine neue Heimat gefunden. Gleichzeitig verließen etwa 9.200 Einwohner die Region in Richtung Ostdeutschland. Doch seit 2020 hat sich das Blatt gewendet: Mittlerweile übersteigt die Zahl derer, die von Siegen-Wittgenstein nach Ostdeutschland ziehen, die der Zuziehenden aus dem Osten.

Die jüngsten Daten bestätigen einen deutlichen Wandel der Migrationsmuster. Nach Jahrzehnten mit einem Netto-Zuzug nach Siegen-Wittgenstein verlassen nun mehr Menschen die Region in Richtung Ostdeutschland, als aus den östlichen Bundesländern ankommen. Sachsen-Anhalt bleibt dabei das häufigste Herkunftsland der Neuankömmlinge, während Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor die wenigsten Stellvertreter entsendet.

Quelle