Vincentz wiedergewählt als Vorsitzender der AfD NRW - Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – trotz innerparteilicher Gräben
Martin Vincentz wurde als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen erneut gewählt. Der 39-jährige Arzt erhielt 54,7 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den Bundestagsabgeordneten Fabian Jacobi durch, der auf 43,4 Prozent kam. Das Ergebnis folgte auf einen umstrittenen Parteitag, bei dem die Delegierten einen Vorschlag für eine Doppelspitze ablehnten.
Vincentz führt den AfD-Landesverband seit 2022 an und gilt innerhalb der Partei als vergleichsweise gemäßigter Vertreter. Seine Wiederwahl festigte seine Position als möglicher Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2027. Anders als der rechtsextreme Flügel um Matthias Helferich setzt Vincentz auf innerparteiliche Einheit, klare Führungsstrukturen und strategische Vorbereitung auf künftige Wahlkämpfe.
Der 52-jährige Fabian Jacobi hatte Vincentz nach dem gescheiterten Doppelspitzen-Modell herausgefordert. Trotz des Abstimmungsergebnisses bleiben die innerparteilichen Spannungen im AfD-Landesverband ungelöst. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Partei 2027 etwa 15 Prozent der Stimmen erreichen könnte – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 5,4 Prozent von 2022.
Vincentz' Führungsstil konzentriert sich auf Geschlossenheit und Wahlkampfvorbereitung statt auf ideologische Kurswechsel. Sein Ansatz steht damit im Kontrast zu den härteren Flügeln der Partei, auch wenn die internen Konflikte weiterhin bestehen.
Die Wiederwahl bestätigte Vincentz' Rolle als zentrale Figur im nordrhein-westfälischen AfD-Landesverband. Angesichts steigender Umfragewerte richtet die Partei den Blick nun auf die Landtagswahl 2027. Seine Führung wird die Strategie der AfD in den kommenden Jahren prägen.






