18 January 2026, 05:13

Viersen gedenkt am 27. Januar der NS-Opfer und „Aktion T4“-Verbrechen in feierlicher Zeremonie

Eine Gedenktafel an einer Steinwand in der St. Michael's Parish, mit grünem Gras und Bäumen im Hintergrund.

Viersen gedenkt am 27. Januar der NS-Opfer und „Aktion T4“-Verbrechen in feierlicher Zeremonie

Deutschland gedenkt am Dienstag, dem 27. Januar, der Opfer des Nationalsozialismus

Am kommenden Januar, dem 27., begehen bundesweit Städte und Gemeinden den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In Viersen veranstalten die LVR-Klinik und die Initiative 27. Januar eine feierliche Gedenkveranstaltung, um an die Opfer der NS-Zeit zu erinnern – darunter zehn Patient:innen, die im Rahmen der "Aktion T4", dem nationalsozialistischen Euthanasie-Programm, ermordet wurden.

Die Gedenkfeier beginnt um 15:00 Uhr im Hauptverwaltungsgebäude der LVR-Klinik Viersen. Im Anschluss folgt ein Gedenkmarsch zu den Stolpersteinen, die auf dem Klinikgelände verlegt sind.

In der St.-Johannes-Kirche auf dem Klinikareal findet im Anschluss ein ökumenischer Gottesdienst statt. Die Namen der zehn ermordeten Patient:innen werden verlesen, zu jedem wird eine Kerze entzündet. Die Opfer waren 1940 und 1941 in der Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg ermordet worden. Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten Gedenkfeiern am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Den Abschluss bildet ein Trauergottesdienst in der St.-Johannes-Kirche. Die Namen der Opfer – die aus Pietätsgründen nicht öffentlich genannt werden – stehen stellvertretend für unzählige Menschen, die während der NS-Diktatur ihr Leben verloren. Die LVR-Klinik und die Initiative 27. Januar setzen damit ihre Tradition fort, das Andenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen wachzuhalten.