15 March 2026, 20:22

Viersen droht bis 2031 die Insolvenz – IHK warnt vor Steuererhöhungen und fordert Reformen

Ein Kreis mit "Verantwortung in der Gemeinde" in der Mitte, umgeben von drei überlappenden Kreisen, die durch Pfeile verbunden sind, alles in hellen, leuchtenden Farben.

Viersen droht bis 2031 die Insolvenz – IHK warnt vor Steuererhöhungen und fordert Reformen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat die Stadt Viersen aufgefordert, auf Steuererhöhungen zu verzichten und stattdessen die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken. Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt unter wachsendem Finanzdruck steht: Prognosen zufolge droht bis 2026 ein Defizit von 39 Millionen Euro. Ohne Gegenmaßnahmen befürchten Verantwortliche bis 2031 die Insolvenz, sollten die jährlichen Fehlbeträge von 25 bis 35 Millionen Euro anhalten.

Viersens Haushalt ist durch steigende Kosten stark belastet, insbesondere im Bereich der Jugendhilfe und durch den Kreisumlagebeitrag. Die Stadt erhebt bereits die zweit höchsten Grundsteuern für gewerbliche Immobilien im IHK-Bezirk. Weitere Erhöhungen der Grundsteuer (Typ B) oder der Gewerbesteuer könnten die Lage laut IHK weiter verschärfen.

Die IHK unterstützt zwar den freiwilligen Konsolidierungsplan der Stadt, weist aber darauf hin, dass die Personalkosten weiterhin ein zentrales Problem darstellen. Statt die Steuern zu erhöhen, empfiehlt die Organisation eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kommunen, um Dienstleistungen gemeinsam zu erbringen und die Verwaltung effizienter zu gestalten. Zudem sollte mehr Gewerbefläche ausgewiesen werden, um die lokale Wirtschaft zu stärken.

Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Haushaltsdefizite mindestens bis 2029 bestehen bleiben. Ohne Handlungsbedarf riskiert die Stadt innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Zahlungsunfähigkeit.

Die Vorschläge der IHK setzen auf Kooperation und Flächenpolitik statt auf Steuererhöhungen. Viersen muss seine finanziellen Herausforderungen zügig angehen, um langfristige Instabilität zu vermeiden. Ohne Kurskorrekturen könnten die Haushaltslücken bis 2031 in die Insolvenz führen.

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