Verstappen plant Nürburgring-Comeback – während Mercedes in Barcelona Geheimnisse hütet
Lotta WagnerVerstappen plant Nürburgring-Comeback – während Mercedes in Barcelona Geheimnisse hütet
Max Verstappen plant eine Rückkehr an die Nürburgring-Nordschleife, nachdem er seine DMSB-Permit Nordschleife für 2025 erhalten hat. Sein Instruktor, Andreas Gülden, äußerte die Hoffnung, dass der dreifache Formel-1-Weltmeister beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an den Start gehen wird. Unterdessen haben die jüngsten Vorsaisontests von Mercedes in Barcelona Spekulationen über das verborgene Potenzial ihres Wagens für die Saison 2026 befeuert.
Bis zum Start der Formel-1-Saison 2026 sind es noch Monate – offizielle Rennen oder Qualifyings hat es bisher nicht gegeben. Doch beim Test Ende Januar in Barcelona zeigte der Mercedes-W17-Prototyp vielversprechende Ansätze. Gerüchten zufolge könnte die neue Antriebseinheit des Teams durch eine innovationsbasierte Kompressionstechnik einen Leistungsvorteil von 10 bis 20 PS bieten. Davon würden nicht nur Mercedes, sondern auch Kundenteams wie McLaren, Williams und Alpine profitieren. Ohne direkte Vergleiche mit der Konkurrenz bleibt jedoch unklar, wie groß der tatsächliche Vorsprung ist.
Der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya behauptete, Mercedes habe in Barcelona das volle Potenzial des Wagens nicht ausgeschöpft. Er schätzte, dass die Rundenzeiten noch drei bis vier Sekunden langsamer waren, als der W17 tatsächlich leisten könne. Das Team hält Details über seine Fortschritte streng unter Verschluss.
Abseits der Formel-1-Strecke richtet Verstappen seinen Blick zunehmend auf den Langstreckenrennsport. Mit dem kürzlich erworbenen DMSB-Permit Nordschleife darf er in der anspruchsvollen NLS-Serie (Nürburgring Langstrecken-Serie) in Deutschland antreten. Der zweite Lauf der Meisterschaft wurde verschoben, um einen Terminüberschneidung mit dem Großen Preis von Japan zu vermeiden – was Verstappen mehr Spielraum in seinem Rennkalender verschafft. Diese Anpassung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an den Start geht, ein Rennen, bei dem sein Instruktor Gülden ihn gerne sehen würde.
Ob Verstappen seine Nürburgring-Pläne in die Tat umsetzen kann, hängt nun von seinem Rennkalender und der Gültigkeit seiner Lizenz ab. Die Verschiebung des NLS-Laufs räumt zumindest ein Hindernis aus dem Weg und bringt ihn einem Debüt beim Langstreckenklassiker einen Schritt näher. In der Formel 1 hingegen bleibt die Geheimniskrämerei von Mercedes um die wahre Performance des Wagens bestehen – erst mit dem Saisonstart 2026 im März wird sich zeigen, was der Silberpfeil wirklich leistet.