04 March 2026, 03:44

Uwe Brosette wird Senior Partner bei Osborne Clarke und prägt weiter das Autovertriebsrecht

Ein Schwarz-Weiß-Patentzeichnung eines frühen 20. Jahrhundert Autos mit einem Lenkrad und Mechanismus, begleitet von beschreibendem Text auf dem Papier.

Uwe Brosette wird Senior Partner bei Osborne Clarke und prägt weiter das Autovertriebsrecht

Uwe Brosette, eine führende Persönlichkeit im Autovertriebsrecht, wird im Januar 2026 die Position des Senior Partners bei Osborne Clarke Deutschland übernehmen. Seine Beförderung fällt mit seinem 60. Geburtstag zusammen und krönt eine Karriere, die sich über mehr als drei Jahrzehnte erstreckt. Bekannt für seine scharfsinnigen juristischen Analysen, hat er Händlernetzwerke geprägt und regulatorische Trends in der Branche herausgefordert.

Seine Laufbahn im Automobilsektor begann Brosette 1995 mit einem Schwerpunkt auf Vertriebsrecht. Seit 2001 ist er für Osborne Clarke Deutschland in Köln tätig, wo er zu einer prägenden Stimme für Innovationen in Händlernetzwerken wurde. In den letzten zehn Jahren beeinflussten seine Arbeiten Pooling-Modelle, grenzüberschreitende Kooperationen und Partnerschaften in ganz Europa.

Sein Fachwissen beschränkt sich nicht auf die Praxis. Seit 2010 lehrt er als Dozent an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Zudem ist er regelmäßiger Autor im Fachmagazin AUTOHAUS und wirkt bei dessen Veranstaltungen mit, etwa bei den AUTOHAUS Perspektiven und der AUTOHAUS Sommerakademie. Kollegen schätzen seine Fähigkeit, komplexe Rechtsfragen in verständliche Handlungsempfehlungen für Automobilprofis zu übersetzen.

Brosettes Einfluss erstreckt sich auch auf das Wettbewerbsrecht und die Regulierung des E-Commerce. Seine Argumente haben Diskussionen mit dem Bundeskartellamt angestoßen und neue rechtliche Rahmenbedingungen vorangetrieben. Kürzlich forderte er die Abschaffung der Verordnung über die Energieverbrauchskennzeichnung für Neuwagen, die er als überflüssige Bürokratie betrachtet.

Kritisch äußert er sich zudem zur wachsenden Zahl von Klagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen Händler und Hersteller. Seit den 2010er-Jahren hat die DUH ihre juristischen Aktivitäten von Dutzenden Fällen auf über 1.000 bis 2025 ausgeweitet. Im Fokus stehen dabei Verstöße gegen Energieeffizienzkennzeichnungen, AdBlue-Manipulationen und Abschalteinrichtungen. Zwar erzielte die DUH damit hohe Vergleichszahlungen – etwa 596 Millionen Euro von BMW im Jahr 2023 –, doch Brosette wirft der Organisation vor, mit ihren Massenklagen faire Rechtsstandards zu untergraben.

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Seine künftige Rolle als Senior Partner unterstreicht Brosettes langjährigen Einfluss auf das Autorecht. Seine Karriere zeigt, wie sich Innovation in Händlernetzwerken mit den Herausforderungen einer zunehmend regulierten Branche vereinen lässt. Die Automobilwelt wird seinen Einfluss wohl weiterhin in rechtlichen Rahmenbedingungen und praktischen Geschäftsmodellen spüren.