14 April 2026, 16:14

Uniper sprengt Kühlturm in Gelsenkirchen – ein Meilenstein für den Kohleausstieg

Schwarz-weiß-Zeichnung von Menschen vor einer Fabrik mit Häusern und Rauch aus Schornsteinen, betitelt "coal-mine disaster in England the final" unten.

Uniper sprengt Kühlturm in Gelsenkirchen – ein Meilenstein für den Kohleausstieg

Uniper hat einen weiteren Schritt beim Rückbau seiner Kohleaktivitäten am Standort Gelsenkirchen-Scholven unternommen. Am 6. September 2025 wurde ein großer Kühlturm gesprengt – ein sichtbarer Fortschritt bei der Umstellung des Werks auf sauberere Energie. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen, die alte Kohleinfrastruktur durch ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk zu ersetzen.

Die Abrissarbeiten in Scholven begannen bereits im April 2024 und konzentrierten sich auf den Kohleblock und die umliegenden Anlagen. Für die Sprengung des Kühlturms wurden 60 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt, der durch präzise platzierte vertikale und Fallschlitze gesteuert wurde. Eine 300 Meter große Sicherheitszone wurde eingerichtet, und benachbarte Straßen wurden vorübergehend gesperrt, doch eine Evakuierung von Anwohnern war nicht erforderlich.

Uniper wird 11.000 Tonnen Betonschutt aus dem eingestürzten Turm recyceln und das Material vor Ort wiederverwenden. Weitere Sprengungen sind für 2025 geplant, darunter das Kesselhaus F und die REA-Anlage, mit zusätzlichen Arbeiten für 2026. Die Umgestaltung des Standorts zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die CO₂-Emissionen zu senken.

Das neue Gaskraftwerk, das vollständig mit Wasserstoff betrieben werden soll, wird auf dem freigeräumten Gelände entstehen. Das Projekt steht im Einklang mit Unipers Ziel, den Standort zu dekabonisieren und gleichzeitig seine industrielle Nutzung zu erhalten.

Die Sprengung des Kühlturms ist ein deutliches Zeichen für den Ausstieg Scholvens aus der Kohle. Mit weiteren geplanten Rückbauten und dem Bau des wasserstofffähigen Kraftwerks bewegt sich der Standort in Richtung einer Zukunft mit Wasserstoff und geringeren Emissionen. Die Wiederverwertung der Materialien und die geplante Infrastruktur unterstreichen Unipers Engagement für Nachhaltigkeit und betriebliche Effizienz.

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