Tödlicher Raser-Unfall: Prozess um Mutter und Tochter beginnt in Köln
Clara KrausTödlicher Unfall - Prozess wegen verbotenen Straßenrennens - Tödlicher Raser-Unfall: Prozess um Mutter und Tochter beginnt in Köln
Zwei 22-jährige Männer müssen sich wegen des Todes einer Mutter und ihrer Tochter bei einem mutmaßlichen Geschwindigkeitsüberschreitung vor Gericht verantworten. Der Unfall ereignete sich im Dezember 2023 auf der Autobahn A555, als die Angeklagten laut Berichten mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h in einer auf 120 km/h begrenzten Zone unterwegs waren.
Der Prozess beginnt am Freitag, dem 10. März 2023, vor dem Landgericht Köln. Aufgrund der Komplexität des Falls sind neun Verhandlungstage bis Mitte April angesetzt.
Bei dem Vorfall hatten die beiden Angeklagten, die leistungsstarke Fahrzeuge fuhren, sich wiederholt mit extrem hohen Geschwindigkeiten überholt. Als sie versuchten, auf dem Standstreifen rechts an einem kleineren Auto vorbeizuziehen, verlor einer von ihnen die Kontrolle und kollidierte mit dem Fahrzeug. Durch den Aufprall explodierte der Kleinwagen und brannte vollständig aus, wobei die 49-jährige Mutter und ihre 23-jährige Tochter ums Leben kamen.
Ursprünglich sollte der Fall vor dem Amtsgericht Brühl verhandelt werden, wurde jedoch wegen der rechtlichen Komplexität an das Landgericht Köln verwiesen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315c StGB) sowie fahrlässige Tötung (§ 315b StGB) vor. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu fünf Jahre Haft wegen Geschwindigkeitsüberschreitung, bis zu drei Jahre wegen fahrlässiger Tötung sowie der Entzug der Fahrerlaubnis.
Im Prozess wird untersucht, ob das rücksichtslose Fahrverhalten der Angeklagten direkt zum tödlichen Unfall führte. In den kommenden Wochen werden Zeugenaussagen und forensische Beweise präsentiert, um die Schuldfrage zu klären.
Die Verhandlung zieht sich bis Mitte April hin, wobei neun Termine bereits feststehen. Das Urteil wird entscheiden, ob die Angeklagten des illegalen Geschwindigkeitsüberschreitung und der fahrlässigen Tötung schuldig sind. Im Falle einer Verurteilung müssen sie mit Haftstrafen, Geldbußen und dem Verlust ihres Führerscheins rechnen.






