Timothée Chalamet polarisiert mit Oper-Kritik und glänzt auf dem roten Teppich
Clara KrausLiebevolle Zurschaustellung nach Oscar-Verzicht - Timothée Chalamet polarisiert mit Oper-Kritik und glänzt auf dem roten Teppich
Timothée Chalamet geriet bei der diesjährigen Oscar-Verleihung in die Schlagzeilen, nachdem er Oper und Ballett als irrelevant abgetan hatte. Seine Äußerungen in einem Interview mit Matthew McConaughey im Januar lösten Empörung bei führenden Kultureinrichtungen aus, darunter die Metropolitan Opera und die Wiener Staatsoper. Die Kritik begleitete ihn bis auf den roten Teppich, wo seine Modewahl und seine öffentlichen Auftritte für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten.
Der Streit begann, als Chalamet gegenüber McConaughey erklärte, Oper und Ballett hätten für die Öffentlichkeit keine Bedeutung mehr. Seine Aussagen provozierten schnell Reaktionen – etwa von Misty Copeland, die sie während einer Oscar-Diskussionsrunde thematisierte und später in Unterstützung eines Konkurrenzfilms auftrat. Selbst Moderator Conan O'Brien spielte auf den Aufruhr an und scherzte über mögliche "Racheakte" der Kunstszene.
Am Veranstaltungsabend selbst erschien Chalamet allein in einem durchgängig weißen Givenchy-Anzug – ein Outfit, das er später auch auf der Vanity Fair-After-Show-Party trug. Obwohl er für Marty Supreme als Bester Hauptdarsteller nominiert war, unterlag er Michael B. Jordan (Blood & Sinners). Unterdessen sorgte Kylie Jenner mit einem maßgeschneiderten schwarzen Pailletten-Kleid von Alexander McQueen mit Feder-Schleppe für Furore, bevor sie in ein funkelndes rubinrotes Schiaparelli-Modell wechselte. Später wurden die beiden gemeinsam auf der After-Show-Party gesehen, wo sie sich sehr vertraut zeigten.
Der Abend unterstrich sowohl Chalamets polarisierende Aussagen als auch seine prominenten Verbindungen. Seine Mode und seine Auftritte hielten ihn im Rampenlicht, während die Kunstwelt weiterhin seine Haltung infrage stellte.
Die Oscar-Nacht ließ Chalamets Kommentare zu Oper und Ballett ungelöst zurück – Kulturschaffende widersprachen ihm weiterhin. Seine Niederlage in der Kategorie Bester Hauptdarsteller und seine roten-Teppich-Momente mit Jenner lenkten zwar teilweise von der Debatte ab, doch der Vorfall zeigte, wie schnell Äußerungen in der Unterhaltungs- und Kunstbranche größere Diskussionen entfachen können.