26 January 2026, 22:32

Thyssenkrupp setzt mit Wasserstoff-Stahlwerk in Duisburg Maßstäbe für Klimaschutz

Ein großes Gewächshaus mit grünem Bodenbelag, Metallstangen, einer Glaswand und einem Dach, das ein hydroponisches System beherbergt.

Thyssenkrupp setzt mit Wasserstoff-Stahlwerk in Duisburg Maßstäbe für Klimaschutz

Thyssenkrupp wird erneut als weltweit führendes Unternehmen im Klimaschutz ausgezeichnet

Der Industriekonzern Thyssenkrupp wurde zum zehnten Mal in Folge in die Climate A-List der Organisation CDP aufgenommen. Diese Auszeichnung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen seine ambitionierten Projekte für grüne Stahlproduktion und CO₂-arme Technologien vorantreibt.

Im Mittelpunkt der Strategie steht ein neues, wasserstofffähiges Direktreduktionswerk in Duisburg. Nach seiner Fertigstellung wird es zu den größten industriellen CO₂-Reduktionsprojekten weltweit zählen. Die Anlage soll die Emissionen in der Stahlherstellung drastisch senken, indem sie Kohle durch grünen Wasserstoff ersetzt.

Auch die Sparte Decarbon Technologies baut ihr Portfolio weiter aus. Sie bietet mittlerweile Elektrolyseanlagen für grünen Wasserstoff, Lösungen für sauberes Ammoniak und Methanol sowie Systeme zur CO₂-Abscheidung an. Diese Technologien zielen darauf ab, die Emissionen in schwerindustriellen Branchen – von der Stahl- bis zur Chemieindustrie – zu verringern.

Unternehmenschef Miguel López betonte, dass der Klimaschutz fest im Geschäftsmodell verankert sei. Entscheidungen basierten auf belastbaren Daten, messbaren Zielen und einer lückenlosen Erfolgsmessung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ilse Henne, im Vorstand für Nachhaltigkeit zuständig, ergänzte, dass Transparenz und solides Reporting das Vertrauen von Kunden, Investoren und Partnern stärkten.

Federführend beim Ausbau grüner Wasserstofftechnologien ist thyssenkrupp nucera unter der Leitung von CEO Werner Ponikwar. Die Sparte spezialisiert sich auf Elektrolyseure zur Herstellung emissionsfreien Wasserstoffs. Tuğçe Uysal, bei nucera verantwortlich für ESG & Nachhaltigkeit, treibt die Bemühungen voran, in allen Betriebsbereichen und bei Zulieferern Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Die CDP-Einstufung unterstreicht Thyssenkrupps Rolle als Vorreiter bei der industriellen Dekarbonisierung. Mit dem Wasserstoffwerk in Duisburg und dem Ausbau sauberer Technologielösungen strebt das Unternehmen deutliche CO₂-Reduktionen an – im Einklang mit dem übergeordneten Ziel, die Stahlproduktion und andere emissionsintensive Branchen grundlegend zu wandeln.