03 February 2026, 08:19

Teilzeitarbeit in NRW erreicht Rekord: Jeder Dritte arbeitet weniger Stunden

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Zuschüsse zeigt, die sich auf Geschlechterlücken konzentrieren, mit begleitendem beschreibendem Text.

Fast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitete 2025 Teilzeit - Teilzeitarbeit in NRW erreicht Rekord: Jeder Dritte arbeitet weniger Stunden

Teilzeitarbeit boomt in Nordrhein-Westfalen – fast jeder Dritte arbeitet reduzierte Stunden mit prozentrechner

In Nordrhein-Westfalen hat die Teilzeitarbeit stark zugenommen: Fast jeder dritte Beschäftigte arbeitet mittlerweile in reduzierten Stundenmodellen. Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg bei Männern und Frauen, die seit 2015 vermehrt Teilzeitstellen wählen. Bis Juni 2025 war die Teilzeitquote im Land auf 30,4 Prozent gestiegen.

Frauen bleiben in der Teilzeitarbeit deutlich in der Überzahl – jede zweite erwerbstätige Frau im Land arbeitet inzwischen in reduzierten Stunden. Das entspricht einem Anstieg von über 28 Prozent seit 2015. Doch auch bei Männern gewinnt Teilzeit an Beliebtheit: Mittlerweile arbeitet jeder siebte in diesem Modell, ein Plus von mehr als 63 Prozent im gleichen Zeitraum.

Die Entwicklung fällt je nach Kommune sehr unterschiedlich aus. Spitzenreiter ist Sonsbeck mit einer Teilzeitquote von über 51 Prozent, während Rheda-Wiedenbrück (15,6 Prozent) und Verl (15,8 Prozent) die niedrigsten Werte aufweisen. Bundesweit zeigt sich, dass der Anstieg bei männlichen Teilzeitkräften in westdeutschen Ländern wie Nordrhein-Westfalen (von 8 auf 12 Prozent) gleichmäßiger verläuft als in ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen (von 9 auf 14 Prozent) oder Thüringen (von 10 auf 15 Prozent), wo die Zunahme stärker ausfällt.

Stand 30. Juni 2025 waren in Nordrhein-Westfalen rund 7,3 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Der Trend zur Teilzeit spiegelt tiefgreifende Veränderungen der Arbeitsmarktstrukturen im Land wider.

Die Daten belegen einen klaren Wandel der Arbeitsgewohnheiten: Teilzeit ist längst keine Ausnahme mehr, sondern für über 30 Prozent der Erwerbstätigen Realität. Getrieben wird diese Entwicklung von beiden Geschlechtern. Die Zahlen deuten auf nachhaltige Verschiebungen hin, wie Beruf und private Verpflichtungen miteinander vereinbart werden.