Tarifvertrag in NRW: 4,1 Prozent mehr Lohn für Schlüsseldienst-Beschäftigte
Sophia KellerLohnabschluss im westfälischen Schlosserei-Handwerk - 4,1 Prozent mehr - Tarifvertrag in NRW: 4,1 Prozent mehr Lohn für Schlüsseldienst-Beschäftigte
Ein neuer Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen sichert Beschäftigten im Schlüsseldienstgewerbe eine Lohnerhöhung von 4,1 Prozent. Die Einigung folgt auf wochenlange Verhandlungen und Warnstreiks, an denen über 2.000 Mitarbeiter aus 30 Unternehmen beteiligt waren. Beide Seiten bezeichneten das Ergebnis nun als fairen Kompromiss.
Der Arbeitskonflikt hatte sich Ende 2025 zugespitzt, als zunächst Warnstreiks die Holz- und Kunststoffverarbeitende Branche trafen. Bis April 2026 griffen die Arbeitsniederlegungen auch auf den Kfz-Handel über, während sich ab dem 21. Januar Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in mehr als 30 Städten den Protesten anschlossen. Über 2.000 Beschäftigte beteiligten sich an den Ausständen und forderten bessere Bezahlung sowie Arbeitsbedingungen.
Laut dem abgeschlossenen Tarifvertrag steigen die Löhne und Gehälter in zwei Stufen: Zum Jahresbeginn 2026 erhalten die Beschäftigten eine Erhöhung von 2,85 Prozent, gefolgt von weiteren 1,25 Prozent ab dem 1. Dezember 2026. Zudem sieht die Vereinbarung höhere Ausbildungsvergütungen für Azubis vor. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027. Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall NRW, bewertete das Ergebnis als ausgewogene Lösung. Die Gewerkschaft hatte zunächst stärkere Lohnsteigerungen gefordert, einigte sich nach zähen Gesprächen jedoch auf die zweistufige Anhebung.
Die Einigung beendet monatelange Arbeitskämpfe in zentralen Branchen Nordrhein-Westfalens. Die Beschäftigten erhalten bis Ende 2026 eine Gesamtlohnerhöhung von 4,1 Prozent, inklusive verbesserter Ausbildungsvergütungen. Der Tarifvertrag bleibt bis Ende März 2027 in Kraft.