14 February 2026, 04:36

Tanz als Protest: One Billion Rising fordert ein Ende der Gewalt gegen Frauen weltweit

Eine Gruppe von Frauen in bunten Kleidern, die auf der Straße tanzen, umgeben von einer Menge Menschen, mit Gebäuden, Geländern, Balkonen, Fahnen, einem Laternenmast und einer Tafel mit Schrift im Hintergrund.

Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Tanz als Protest: One Billion Rising fordert ein Ende der Gewalt gegen Frauen weltweit

Eine Welle von Tanzprotesten erfasst derzeit Städte auf der ganzen Welt im Rahmen der Kampagne One Billion Rising. Die Bewegung, die 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde, setzt sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein. In diesem Jahr beteiligen sich auch deutsche Städte wie Duisburg, Detmold und Siegburg mit tausenden weiteren Orten an diesem globalen Zeichen der Solidarität. Der Name der Kampagne geht auf eine erschreckende Statistik zurück: Schätzungsweise eine Milliarde Frauen und Mädchen erleben in ihrem Leben Gewalt. Seit ihrem Start hat sich One Billion Rising zu einer riesigen jährlichen Veranstaltung entwickelt, an der in den letzten Jahren über 1.000 Städte teilgenommen haben. Allein 2023 fanden in mehr als 1.200 Orten Proteste statt – von New York und Los Angeles bis hin zu Mumbai und Manila. Das diesjährige Motto fordert die Teilnehmenden auf, Tanzvideos zur Hymne Women on Fire zu teilen. In Siegburg steht dagegen eine lokale Botschaft im Mittelpunkt: Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals! Die Proteste verbinden Online-Aktionen mit Straßenkundgebungen. Die Medienwissenschaftlerin Astrid Deuber-Mankowsky betont, dass soziale Medien zwar die Reichweite der Kampagne verstärken, physische Zusammenkünfte aber weiterhin entscheidend für die Wirkung seien. Im Kern lebt die Kampagne von kollektiver Energie. Gemeinsames Tanzen – ob vor Ort oder auf dem Bildschirm – schafft eine euphorische, verbindende Kraft gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Proteste werden in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus stattfinden und unterstreichen so die globale Forderung nach Veränderung. Durch die Verbindung von Kunst, Aktivismus und Präsenz vor Ort lenkt One Billion Rising weiterhin die Aufmerksamkeit auf die dringende Notwendigkeit, Gewalt gegen Frauen zu beenden. Veranstaltungen in Deutschland und weltweit halten die Bewegung sichtbar und hörbar.