30 June 2026, 12:13

Streit um Leverkusener Rheinbrücke: Bau schreitet voran, Millardenklage droht

Schwach verteidigte Vertragsauflösung Rheinbrücke

Streit um Leverkusener Rheinbrücke: Bau schreitet voran, Millardenklage droht

Neubau der Leverkusener Rheinbrücke: Projekt schreitet voran, Streit um Vertragsende eskaliert

Das Projekt der neuen Leverkusener Rheinbrücke kommt voran: Eine der beiden Brücken ist bereits in Betrieb, die zweite befindet sich im Bau. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Entscheidung des Landes verteidigt, den Vertrag mit dem ursprünglichen Bauunternehmen Porr vorzeitig zu beenden. Der Streit wird nun vor Gericht ausgetragen – beide Seiten beanspruchen hohe finanzielle Entschädigungen.

Das Vorhaben umfasst zwei parallele Brücken, bei denen derzeit die Stahlmontage läuft. Die Installation der Pylone soll im September 2026 beginnen, die Fertigstellung des gesamten Bauwerks ist für Mitte 2028 geplant. Wüst begründete die Vertragskündigung, die er vor sechs Jahren genehmigt hatte, mit dem Ziel, die Bauarbeiten zu beschleunigen. Ausschlaggebend seien Gutachten gewesen, die systematische Mängel und schwerwiegende Fehler in den Stahlkomponenten von Porr festgestellt hätten.

Die Bundesregierung fordert nun Schadensersatz in Höhe von über 350 Millionen Euro von Porr, während das Unternehmen seinerseits mehr als 200 Millionen Euro für erbrachte Leistungen und ausstehende Zahlungen einklagt. Inklusive Zinsen könnte die Gesamtforderung auf bis zu eine Milliarde Euro anwachsen.

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Der Rechtsstreit wird derzeit vor dem Landgericht Köln verhandelt. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) zeigte sich zuversichtlich, dass das Land unabhängig vom Urteil keine negativen Folgen befürchten müsse.

Trotz der anhaltenden juristischen und finanziellen Auseinandersetzung zwischen Land und Porr bleibt der Zeitplan für die Fertigstellung der Brücke bis Mitte 2028 unverändert. Die Bauarbeiten verlaufen wie geplant. Die endgültige Rechnung könnte sich jedoch auf mehrere hundert Millionen belaufen – die Entscheidung hängt nun vom Urteil des Gerichts in den kommenden Monaten ab.

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