Streit um das Wildschweingehege am Hohenstein: Was kommt nach der Schließung 2025?
Sophia KellerStreit um das Wildschweingehege am Hohenstein: Was kommt nach der Schließung 2025?
Die Zukunft des Wildschweingeheges am Hohenstein in Witten bleibt auch nach seiner Schließung im Juli 2025 ungewiss. Das zwei Hektar große, nun leerstehende Gelände, das einst mit bis zu 60.000 Besuchern pro Jahr ein beliebtes Ausflugsziel war, sorgt unter lokalen Politikern für Diskussionen. Verschiedene Fraktionen bringen nun gegensätzliche Pläne für die künftige Nutzung ein.
Das Gehege wurde geschlossen, nachdem alle acht Wildschweine getötet worden waren. Stadtangaben zufolge wurden dort jährlich mindestens zehn Tiere erlegt. Seitdem steht das Gelände leer – und löst Forderungen nach einer Lösung aus.
Die AfD-Fraktion setzt sich dafür ein, das Gehege so schnell wie möglich mit neuen Wildschweinen zu besetzen. Die Stadtverwaltung hingegen schlägt vor, das Areal in eine experimentelle Forstwirtschaftszone mit seltenen Baumarten umzuwandeln.
Widerstand gegen die Pläne der Verwaltung kommt von CDU-Chef Volker Pompetzki. Er bezeichnete den Hohenstein als ein "touristisches Juwel" mit großer emotionaler Bedeutung für viele Anwohner. Die SPD hingegen befürwortet eine Bürgerbeteiligung bei der Entscheidung über die Zukunft des Geländes. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christoph Malz argumentierte, dass die Haltung von Wildschweinen in Gehegen die Überpopulation verschärfe und letztlich zu mehr Tötungen führe.
Eine endgültige Entscheidung wird der Stadtrat in seiner Sitzung am 23. Februar 2026 treffen.
Die Ratsmitglieder müssen sich nun zwischen der Wiederansiedlung von Wildschweinen, der Schaffung eines forstwirtschaftlichen Projekts oder alternativen Nutzungsmöglichkeiten entscheiden. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt – die Entscheidung wird die Zukunft eines Ortes prägen, der einst Tausende Besucher pro Jahr anzog.






