Streit um 26 Meter hohe Hochhäuser im Strundepark von Bergisch Gladbach
Clara KrausStreit um 26 Meter hohe Hochhäuser im Strundepark von Bergisch Gladbach
Ein Projektentwickler treibt in Bergisch Gladbach ein großangelegtes Wohnbauvorhaben unter Nutzung beschleunigter Genehmigungsverfahren voran. Die Pläne sehen zwei Hochhäuser entlang der Körtener Straße vor, die jeweils eine Höhe von 26 Metern erreichen sollen. Die Stadtverwaltung wird den Antrag am 5. März prüfen, doch bereits jetzt gibt es Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf das Umfeld.
Das Vorhaben im Stadtteil Strundepark umfasst zwei Baukörper: einen 100 Meter und einen weiteren 50 Meter langen. Beide Gebäude sollen sechs Stockwerke hoch werden, zuzüglich zweier versetzter Aufsatzgeschosse. Die Planung beinhaltet oberirdische Parkplätze, vier Etagen mit gemischter Wohn- und Gewerbenutzung sowie zwei zusätzliche Obergeschosse.
Unter normalen Umständen würde das Projekt aufgrund seiner Größe und Lage wahrscheinlich abgelehnt. Der Bauherr stützt sich jedoch auf das "Bau-Turbo"-Schnellverfahren, um die üblichen Auflagen zu umgehen. Damit könnte das Vorhaben trotz seiner ungewöhnlichen Dimensionen Realität werden.
Stadtplaner warnen, dass die Genehmigung eines 26 Meter hohen Gebäudes einen Präzedenzfall für künftige Bauprojekte im Viertel schaffen könnte. Um zumindest teilweise Steuerungsmöglichkeiten zu behalten, könnte die Verwaltung vom Entwickler den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages verlangen, der die finale Gestaltung des Projekts mitbestimmt.
Das Grundstück erstreckt sich vom Kreisel am Ende der Hauptstraße entlang der Körtener Straße fast bis zum Gewerbegebiet Strundepark/Lochermühle. Wie viele Wohn- und Gewerbeeinheiten genau entstehen sollen, geht aus den aktuellen Plänen noch nicht hervor.
Der Ausschuss für Stadtplanung wird sich am 5. März mit dem Antrag befassen. Bei einer Zustimmung würde das beschleunigte Verfahren einen Baubeginn in kürzerer als üblicher Zeit ermöglichen. Die Entscheidung könnte zudem richtungsweisend dafür sein, wie künftig mit vergleichbaren Großprojekten in Bergisch Gladbach umgegangen wird.






