26 February 2026, 16:47

Sprengung in Frimmersdorf: Vom Kohlekraftwerk zum digitalen Innovationszentrum

Ein großer Schutthaufen inmitten einer Baustelle, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel, mit einer Abrissmaschine am unteren Bildrand.

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - Sprengung in Frimmersdorf: Vom Kohlekraftwerk zum digitalen Innovationszentrum

Große Sprengung im ehemaligen Kraftwerk Frimmersdorf: Ein Zeitalter endet, eine neue Ära beginnt

Im rheinischen Frimmersdorf hat eine spektakuläre Sprengung stattgefunden: Der Kühlturm von Block Q des ehemaligen Kraftwerks – einst unter dem Spitznamen "Die Quelle" bekannt – wurde mit kontrollierten Sprengladungen zu Boden gebracht. Damit beginnt die großflächige Umgestaltung des 70 Hektar großen Geländes.

Das Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf war einst ein zentraler Energieerzeuger der Region. Block Q, zu dem der Kühlturm gehörte, wurde 2021 endgültig stillgelegt. Nun wird der gesamte nördliche Teil der Anlage, einschließlich der Blöcke P und Q, abgerissen. Die Abrissarbeiten sollen bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.

Doch das Gelände wird nicht lange brach liegen bleiben. Bereits jetzt laufen Pläne, daraus ein "Digital- und Innovationszentrum" für Industrie, Handel und Dienstleistungen zu machen. Ein neuer Innovations- und Bildungscampus soll sich auf IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung konzentrieren. Zudem wird das zentrale Kraftwerksgebäude künftig ein Rechenzentrum für IT.NRW, die Landes-IT-Behörde, beherbergen.

Neben Wirtschaft und Technologie umfasst die Neugestaltung auch kulturelle und bildungspolitische Aspekte. Ein "Braunkohle-Erlebnispfad" wird Besucher durch die Geschichte des Braunkohleabbaus führen – von der Förderung bis zur Stromerzeugung. Geplant sind zudem weitere Rechenzentren, Gewerbeflächen, Kulturstätten und Veranstaltungsorte.

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Die Sprengung des Kühlturms markiert das Ende einer Ära für die Braunkohle in Frimmersdorf. In den kommenden Jahren wandelt sich das Gelände vom Energiestandort zu einem modernen Zentrum für digitale Innovation und Bildung. Die ersten Projekte, darunter der IT-Sicherheitscampus und das Rechenzentrum, sollen bereits während der Abrissarbeiten Gestalt annehmen.