30 January 2026, 04:38

SPD Rhein-Berg zieht 2026 klar gegen Rechtsextremismus zu Felde

Ein Plakat mit der Aufschrift "Bipartisanen Fortschritt durch Präsident Bidens Einheitsagenda" und Bilder von Menschen vor einem Gebäude mit Bäumen und Flaggen im Hintergrund.

SPD Rhein-Berg zieht 2026 klar gegen Rechtsextremismus zu Felde

Auf dem Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbands Rhein-Berg 2026 positionierten sich Führungskräfte und Aktivist:innen entschlossen gegen die wachsende Akzeptanz rechtsextremer Ideologien. In einer scharf kritischen Rede warnte Roland Vossebrecker davor, dass radikale Positionen zunehmend als normaler Bestandteil der öffentlichen Debatte behandelt würden. Auf der Veranstaltung trat auch der Poetry-Slam-Künstler Luca Swieter auf, der zu mehr Klarheit im politischen Engagement aufrief.

Der Abend begann mit einer Erklärung des Kreisverbands, in der die Gefahren der zunehmenden Verbreitung rechtsextremer Gedanken betont wurden. Vossebreckers Rede gab den Ton vor und verurteilte die schleichende Normalisierung extremistischer Ansichten in der gesellschaftlichen Mitte.

Anschließend betrat Luca Swieter die Bühne und verband in seinem Auftritt Humor mit ernsten Tönen, um leeres Aktivismus-Gehabe zu kritisieren. Er unterstrich die Notwendigkeit von Zusammenhalt und dem Mut, Lügen zu widersprechen – denn Demokratie lebe davon, dass Bürger:innen das Gehörte hinterfragen.

Den Hauptvortrag hielt Lindh, der warnte, dass Verachtung für die Menschenwürde, Rassismus und Lügen mittlerweile in einem Maße toleriert würden, das die Demokratie bedrohe. Das eigentliche Problem liege nicht darin, dass der Extremismus in die Mitte rücke, sondern dass die Mitte den Extremismus akzeptiere. Seine Worte waren unmissverständlich: "Es ist nicht das Normale, das extrem wird – es ist das Extreme, das normal wird."

Lindh charakterisierte die AfD als eine Partei, die gezielt Desinformation streue, Verbindungen zu antidemokratischen Gruppen pflege und autoritäre Regime bewundere. Rechtspopulistische Kräfte, so sein Vorwurf, missbrauchten den Patriotismus-Begriff, um Vielfalt abzulehnen und Solidarität zu untergraben. Die Auseinandersetzung mit der AfD dürfe niemals einer politischen Taktik geopfert werden.

Zum Abschluss forderte Lindh, Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu stärken. Der SPD-Kreisverband Rheinisch-Berg bekräftigte seine Verpflichtung zu verfassungsmäßigen Werten, einer offenen Gesellschaft und Solidarität als Leitlinien für das kommende Jahr.

Die Veranstaltung endete mit einer klaren Botschaft: Die SPD in Rhein-Berg wird der Normalisierung rechtsextremer Ideologien entschlossen entgegentreten. Redner:innen und Künstler alike riefen zu Wachsamkeit gegen Desinformation und Spaltung auf. In einer Resolution für 2026 verpflichtete sich der Kreisverband, Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde als unverhandelbare Werte hochzuhalten.