Solinger EDEKA findet ungewöhnliche Lösung gegen verstecktes Fleisch von notleidenden Kunden
Clara KrausSolinger EDEKA findet ungewöhnliche Lösung gegen verstecktes Fleisch von notleidenden Kunden
Supermarkt in Solingen geht gegen Kunden vor, die Fleisch verstecken, das sie sich nicht leisten können
Die EDEKA-Filiale Wodarz in Solingen, geleitet von Heiko Wodarz, hat wiederholt festgestellt, dass Kunden gekaufte Feinkostwaren an anderen Stellen im Markt verstecken. Um das Problem zu lösen, ohne die Kunden zu bestrafen, hat der Supermarkt nun Gegenmaßnahmen ergriffen.
Filialleiter Heiko Wodarz bemerkte den Trend erstmals, als Fleisch von der Frischetheke immer wieder an unerwarteten Orten auftauchte. Angesichts steigender Preise versteckten Kunden Waren, die sie sich nicht sofort leisten konnten. Statt die Betroffenen mit einem Hausverbot zu belegen, entschied sich der Supermarkt, Schilder aufzuhängen, die die Kunden auffordern, nicht bezahlbares Fleisch zurück an die Theke zu bringen.
Seit die Hinweise angebracht wurden, finden sich weniger versteckte Waren. Das Personal überwacht nun die Überwachungskameras, um verdächtiges Verhalten zu erkennen. Werden Kunden dabei ertappt, werden sie angesprochen und aufgefordert, das Fleisch zu bezahlen – ohne weitere Konsequenzen.
Durch diesen Ansatz konnte der Supermarkt die Vorfälle reduzieren, ohne Hausverbote aussprechen zu müssen. Auch wenn viele Kunden weiterhin finanzielle Schwierigkeiten haben, ermöglicht das Warnsystem ihnen, die Waren zurückzubringen, anstatt bestraft zu werden. Die Regelung soll einen fairen Ausgleich zwischen Verlustprävention und Kulanz schaffen.