Solingen ringt um Kita-Plätze: Warum Eltern auf Wartelisten hoffen müssen
Lotta WagnerSolingen ringt um Kita-Plätze: Warum Eltern auf Wartelisten hoffen müssen
Solingen kämpft mit wachsender Nachfrage nach Kinderbetreuung
Die nordrhein-westfälische Stadt Solingen kommt mit der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen kaum nach – die Einwohnerzahl hat mittlerweile die Marke von 164.000 überschritten, was den Druck auf die vorhandenen Kapazitäten weiter erhöht. Nicht jedes Kind erhält aufgrund der begrenzten Plätze einen Betreuungsplatz in einer Kita.
In den vergangenen acht Jahren wurden zwar elf neue Kindertageseinrichtungen in Solingen eröffnet, doch selbst damit kann die Stadt nicht garantieren, dass jedes Kind einen Platz bekommt. Vorrang haben Kinder ab drei Jahren, während für jüngere unter Dreijährige die Familienbetreuung empfohlen wird.
Um dem Mangel entgegenzuwirken, sollen bis zum Kitajahr 2023/24 zwölf weitere Betreuungsgruppen eingerichtet werden, die bis zu 200 zusätzliche Plätze schaffen. Eltern, die bis Februar kein Angebot erhalten haben, können sich auf eine Warteliste setzen lassen.
Im Haushaltsentwurf 2023 der Stadt ist ein langfristiger Finanzierungsplan für die Kinderbetreuung vorgesehen. Dennoch sieht sich Solingen weiterhin mit Hindernissen konfrontiert: Fachkräftemangel, hohe Baukosten und unzureichende Landesförderung erschweren die Situation. Der Ausbau der Familienbetreuung bleibt ein zentrales Ziel. Zwar werden die zusätzlichen Betreuungsgruppen die Lage etwas entspannen, doch Probleme wie Finanzierung und Personalgewinnung bestehen fort. Die Warteliste bietet Eltern zumindest eine Alternative, falls kein sofortiger Platz verfügbar ist.
