Solingen kämpft mit dringenden Anti-Armuts-Maßnahmen für bedürftige Kinder
Sophia KellerSolingen kämpft mit dringenden Anti-Armuts-Maßnahmen für bedürftige Kinder
In Solingen lebt derzeit jedes fünfte Kind in Armutsgefahr. Nun steht die Stadt vor der Entscheidung, wie sie die Mittel aus dem „Bündnis gegen Armut“ schnell und wirksam einsetzen kann, um das Problem zu bekämpfen.
Bereits zu Jahresbeginn hatte das Jugend- und Sozialforum gewarnt, dass steigende Kosten die kommunalen Zuschüsse für viele lokale Einrichtungen unzureichend gemacht hätten. Ohne zusätzliche Unterstützung könnten einige Gruppen ihre Arbeit kaum fortsetzen. Die Gelder aus dem Anti-Armuts-Pakt könnten diese Lücke schließen – vorausgesetzt, sie werden zügig freigegeben.
Die FDP hat eine Anfrage eingereicht, um die Verteilungskriterien für die Mittel zu klären. Zudem soll ermittelt werden, welche Programme gezielt Kinder- und Jugendarmut bekämpfen. Ein weiteres Ziel ist es, Einrichtungen und Beratungsstellen auszumachen, die aufgrund der Inflation unter finanzieller Belastung stehen.
Solingen hat die Hoheit über die Verteilung dieser Gelder. Verzichtet die Stadt auf ihr Widerspruchsrecht, können die Mittel sofort ausgezahlt werden. Einige Kommunen sind diesen Schritt bereits gegangen und erhalten in den kommenden Wochen die Zahlungen.
Die Gelder könnten lokalen Einrichtungen helfen, ihren Betrieb trotz steigender Ausgaben aufrechtzuerhalten. Die Sicherung dieser Mittel ist entscheidend, damit soziale Träger ihre Unterstützung für bedürftige Kinder und Familien fortsetzen können.
