Solingen gibt Krankenhaus-Inventar kostenlos ab – bevor der Abriss beginnt
Ella KrausSolingen gibt Krankenhaus-Inventar kostenlos ab – bevor der Abriss beginnt
Ehemaliges Solinger Krankenhaus wird abgerissen – doch vorher darf die Bevölkerung noch brauchbare Gegenstände mitnehmen
Beim Projekt "Krankenhaus zum Mitnehmen", Teil einer regionalen Nachhaltigkeitsinitiative, öffnet Haus G des Städtischen Klinikums Solingen im Oktober für zwei Tage seine Türen. Die Organisatoren hoffen, dass die Aktion Abfall verringert, CO₂-Emissionen senkt und das Recycling fördert.
Am 10. und 11. Oktober können Anwohner das Gebäude ein letztes Mal betreten, um noch verwertbare Ausrüstung mitzunehmen. Möbel, Türen, Kücheneinheiten und andere Einbauten werden kostenlos abgegeben. Im Anschluss werden Abrissfirmen die verbleibenden Materialien für den Weiterverkauf oder das Recycling bergen.
Verantwortlich für das Projekt ist Dr. Maximilian Hoor von der Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG). Sein Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, indem Materialien länger im Umlauf bleiben. Ähnliche Initiativen in Schalksmühle und Grefrath haben laut lokalen Recyclingberichten bereits rund 15.000 Tonnen CO₂ und 50.000 Tonnen Ressourcen eingespart.
Auch der Abriss folgt strengen Nachhaltigkeitsvorgaben. Bei der Ausschreibung für die Auftragnehmer werden umweltfreundliche Methoden priorisiert. Beton, Linoleum, PVC-Böden und Fensterrahmen werden sortiert, um sie wiederzuverwenden oder zu recyceln.
Die Aktion ist Teil des Förderprogramms FAB.Region Bergisches Städtedreieck. Durch die Einbindung der Bevölkerung soll Mülldeponie-Abfall reduziert und der CO₂-Ausstoß verringert werden. Nach der Mitnahmephase wird das Gebäude so rückgebaut, dass möglichst viele Materialien zurückgewonnen werden.






