14 March 2026, 20:13

Siemens Mobility baut riesiges Montagewerk für Regionalzüge in Duisburg

Eine Fabrikinnensicht mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Containern, Lichtern, Röhren und Wänden.

Siemens Mobility baut riesiges Montagewerk für Regionalzüge in Duisburg

Siemens Mobility baut in Duisburg ein großes neues Montagewerk, um die Platzknappheit am Standort Uerdingen zu entschärfen. Die Anlage im Logport I wird sich auf die Produktion von Regionalzügen und Straßenbahnen konzentrieren. Stadtverantwortliche und Hafenbehörden begrüßen die Investition als Impuls für lokale Arbeitsplätze und die Industrie.

Die neue Halle wird eine Fläche von 200.000 Quadratmetern umfassen und damit zu den größten ihrer Art gehören. Im Inneren ermöglichen fünf Hallenkrane, zwei 223 Meter lange Gleise sowie zwei 200 Meter lange Wartungsgruben die vollständige Zugmontage. Siemens Mobility bestätigte, dass der Standort als vollständige Produktionsstätte und nicht nur als Lager- oder Logistikzentrum betrieben wird.

Das Projekt fällt in eine Phase, in der Duisburg alte Industrieflächen neu nutzt. Die Krupp-Längshallen wurden bis 2023/24 abgerissen, während die verbleibenden Querhallen saniert werden müssen – laufende Betriebsabläufe verhindern jedoch Stilllegungen. Duisport-Chef Markus Bangen verglich die aktuellen Pläne mit der Krise der Stahlwerke im Jahr 2000 und bezeichnete dies als Wandel hin zu einer nachhaltigen Industrie.

Die Hafenbehörden betonten die direkte Schienenanbindung der Halle, die den Lkw-Verkehr innerhalb des Logport I reduzieren wird. Dies passt zu Duisports Bestrebungen, die Logistik grüner zu gestalten. Oberbürgermeister Sören Link nannte die Entwicklung einen positiven Schritt für Duisburg, während Markus Bangen sie als Abkehr von der Abhängigkeit der Stadt von einfacher Logistik deutete. Langfristig könnte das Werk bis zu 600 Arbeitsplätze in Produktion und Instandhaltung schaffen.

Kritik gibt es weiterhin an früheren Duisport-Projekten wie Tiger & Turtle oder der Mercatorinsel. Beamte argumentieren jedoch, dass dieses Vorhaben anders sei, da es langfristigen wirtschaftlichen Nutzen statt kurzlebigen Tourismus oder spekulative Projekte generiere.

In der Anlage werden Regionalzüge und Straßenbahnen montiert, um die Kapazitätsengpässe in Uerdingen zu beheben. Mit dem bereits laufenden Bau soll das Werk zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region werden. Die direkte Schienenanbindung und moderne Ausstattung zielen darauf ab, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung durch den Straßenverkehr zu verringern.