Schalke-Fans protestieren erneut gegen Rückkehr von Clemens Tönnies
Clara KrausSchalke-Fans protestieren erneut gegen Rückkehr von Clemens Tönnies
Bei FC Schalke 04 ist es nach dem Vorschlag der Ehrenpräsidentschaft, Clemens Tönnies wieder in sein Amt einzusetzen, erneut zu Protesten gekommen. Während des Zweitligaspiels am 7. Februar 2026 zeigten Fans provokante Transparente und skandierten gegen den umstrittenen Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden, der im Sommer 2020 zurückgetreten war. Tönnies bleibt eine tief gespaltene Figur im Verein.
Die jüngsten Demonstrationen fanden beim Spiel gegen Dynamo Dresden statt. Ultras rollten Banner mit Parolen wie "Keine Ehre für Rassisten" oder "Tönnies: Raus aus Schalke, raus aus unserem Leben" aus. Tönnies wies die Proteste als unnötige Störung zurück und verteidigte sein jahrzehntelanges Engagement für den Club.
In einem Podcast im November 2025 hatte er sich bereits zu anhaltender Kritik geäußert, darunter auch zu Vorwürfen wegen seiner Verbindungen zu Wladimir Putin, die die Kontroversen weiter anheizen. Die aktuelle Vereinsführung rief unterdessen zu Einheit und einem respektvollen Dialog auf. Zwar anerkannten sie die Emotionen der Fans, verurteilten aber persönliche Angriffe.
Auch ehemalige Trainer, Vorstandsmitglieder und wichtige Sponsoren positionierten sich gegen die Proteste. Einige deuteten sogar mögliche rechtliche Schritte an, was die Spannungen im Verein weiter verschärfte.
Der Vorschlag zur Wiedereinsetzung Tönnies' hat alte Gräben bei Schalke wieder aufbrechen lassen. Sein Erbe bleibt umstritten, während die Ultras seine Rückkehr weiterhin ablehnen. Der Verein steht nun vor der Herausforderung, die Stimmung der Fans mit institutionellen Entscheidungen in Einklang zu bringen.